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 Pokal-Spielberichte: TuS Koblenz - Rot-Weiß Koblenz 0:1 (0:0)

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TuS-Thomas
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BeitragThema: Pokal-Spielberichte: TuS Koblenz - Rot-Weiß Koblenz 0:1 (0:0)   Di 22 Mai 2018 - 1:52

Zitat :
TuS Koblenz unterliegt im Rheinlandpokal-Finale
Schängel verlieren gegen Rot-Weiß Koblenz mit 0:1

Die TuS Koblenz hat ihr Rheinlandpokal-Finale verloren. Das Team von Trainer Anel Dzaka unterlag Rot-Weiß Koblenz mit 0:1 (0:0).

7.473 Zuschauer strömten ins Stadion Oberwerth, um sich das Stadtduell anzuschauen. Damit wurde der bisherige Zuschauerrekord von 4.659 Zuschauern beim Finale 2011 deutlich übertroffen.

In der Anfangsviertelstunde kamen beide Seiten jeweils zu einer Halbchance. Maximilian Hannappel probierte es für die Rot-Weißen mit einem Drop-Kick (12.), während auf der Gegenseite Dejan Bozic einen Schuss seines Mitspielers Nicolai Lorenzoni ins Toraus abfälschte (14.).

Es war kein Spiel der ganz klaren Abschlüsse. Die TuS hatte zwar insgesamt mehr Ballbesitzzeiten, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. In der 22. Spielminute initiierte Kevin Lahn über die linke Seite einen Angriff. Der Koblenzer bediente Marco Koch, der das Leder aber nicht mehr entscheidend verarbeiten konnte. Zwei Minuten später trat Hendrik Hillen zu einem Freistoß an, doch der Versuch des Rot-Weißen wurde von der Mauer zur Ecke abgelenkt.

Das Endspiel bog auf die Zielgerade der ersten Hälfte ein. Neun Minuten vor der Pause war es Bozic, der es mit einem Schuss aus 15 Metern versuchte. Mit vereinten Kräften konnten zwei Rot-Weiße das Leder blocken. Die letzte Chance im ersten Durchgang gehörte dem Oberligisten. Einen Eckball von links setzte der aufgerückte Dominik Schmidt mit dem Kopf am TuS-Kasten vorbei (39.).

Zu Beginn der zweiten Hälfte schienen die Rot-Weißen leicht im Aufwind. So setzte Alexis Weidenbach gleich dreimal aus jeweils 16 Metern zum Schuss an, doch immer wieder warf sich ein TuS-Spieler in die Flugbahn und verhinderte damit Schlimmeres.

Mit zunehmender Spieldauer entwickelte sich das Finale mehr und mehr zu einem Geduldsspiel. Keine Mannschaft wollte den entscheidenden Fehler machen. Mitte des zweiten Durchgangs hatte die TuS ihre beste Phase im Spiel – und den Ausgleich vor Augen: Eine Lahn-Ecke köpfte Bozic nur haarscharf über die Latte (71.). Nur vier Minuten später stand Bozic erneut im Mittelpunkt, dieses Mal traf er eine flache Freistoßhereingabe von Lahn nicht voll.

Die Partie nahm immer mehr Fahrt auf, die Chancen auf TuS-Seite häuften sich. Eine knappe Viertelstunde vor dem Ende blieb der eingewechselte Dimitrios Popovits bei einem Versuch von der linken Strafraumgrenze erfolglos (76). Mitten hinein in diese Phase gelang den Rot-Weißen die überraschende Führung. Joker Sascha Engel versenkte einen zentralen Freistoß von der Strafraumlinie in die Maschen (82.).

Die TuS setzte nun alles auf eine Karte, wollte den Ausgleich unbedingt erzwingen. Kapitän Michael Stahl kam in der Schlussminute noch zu einer guten Gelegenheit, doch sein Schuss wurde von der vielbeinigen Rot-Weiß-Defensive geblockt. Somit blieb es am Ende bei der bitteren Finalniederlage.

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TuS-Thomas
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BeitragThema: Re: Pokal-Spielberichte: TuS Koblenz - Rot-Weiß Koblenz 0:1 (0:0)   Di 22 Mai 2018 - 1:58

Zitat :
Engels Freistoß macht die rot-weißen Träume wahr
Rheinlandpokal-Endspiel Favorit TuS Koblenz tut zu wenig für den Sieg – Fatih Cifts Plan geht auf

Koblenz. Als nur noch Sekunden zu spielen waren im „Finale daheim“, da glaubten auch die Fans von TuS Rot-Weiß Koblenz an die Sensation. „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“, erklang der Pokal-Gassenhauer aus der rot-weißen Kurve. Wenig später stand es fest: Fußball-Oberligist TuS Rot-Weiß Koblenz hat vor der Rekordkulisse von 7473 Zuschauern im Oberwerth-Stadion das Endspiel um den Rheinlandpokal 2018 gegen den Regionalligisten TuS Koblenz mit 1:0 gewonnen.

Während der Außenseiter den Überraschungstriumph ausgelassen feierte, schaute man beim geschlagenen Favoriten überwiegend in enttäuschte leere Gesichter. Neben der sportlichen Krönung einer erst zum Ende einigermaßen erfolgreichen Saison hatte die „große TuS“ auch viel Geld verspielt: 115 000 Euro bekommt der Pokalsieger, 10 000 der Verlierer.

Dass der Sieg des Underdogs verdient war, darüber gab es keine zwei Meinungen. „Die TuS hat zu lange abwartend gespielt“, analysierte Walter Desch, der Präsident des Fußballverbands Rheinland, treffend. „Die Rot-Weißen waren vor allem in der ersten Halbzeit öfter im Strafraum. Natürlich ist bei einem Freistoßtor auch immer ein bisschen Glück dabei, aber es gab auch genug Freistöße für die TuS.“

Die ersten fünf Finalminuten wurden geprägt von den „harten“ TuS-Fans, die den guten Eindruck einer fantasievollen und aufwendigen Choreografie vor dem Anpfiff gleich danach durch ein extensiv qualmendes und knallendes Feuerwerk zunichtemachten. Als sich die Rauchschwaden verzogen, wurde der Blick frei auf ein eher mäßiges Pokalendspiel. Sicherheit war angesagt, die Rot-Weißen schlossen die Räume, gewannen die defensiven Zweikämpfe und zwangen die ideenarmen TuS-Strategen zu end- wie fruchtlosen Ballpassagen. Die beste, eigentlich einzige Torchance für die Blau-Schwarzen vergab Dejan Bozic, der eine präzise Eckballflanke von Kevin Lahn am kurzen Pfosten über die Latte köpfte, erst in der 70. Minute. Die Statistik verzeichnete zwar mehr Spielanteile für den Favoriten, aber 5:0 Ecken bis zur Pause für den rot-weißen Underdog. Richtige Torchancen hatten allerdings auch die Vorstädter lange Zeit nicht zu bieten.

Im zweiten Durchgang wurden die Rot-Weißen mutiger. Maximilian Hannappel attackierte Dieter Paucken im Fünfmeterraum, luchste dem TuS-Torwart sogar den Ball ab, konnte aber weiter nichts draus machen (55.). Neun Minuten vor dem Ende leitete ein Foul an Hendrik Hillen 18 Meter vor dem TuS-Tor die Entscheidung ein. Der eingewechselte Sascha Engel schnibbelte den Freistoß an der schlecht postierten Mauer vorbei ins linke Eck, TuS-Torwart Dieter Paucken war schon in die andere Ecke unterwegs. „Solche Tore habe ich schon häufiger gemacht“, strahlte der 1,96 Meter lange bullige Stürmer, den sein Trainer Fatih Cift nach einer Stunde ins Rennen geschickt hatte. „Wenn man so gut zielt, braucht man gar nicht fest zu schießen“, riet der Mann des Tages, der vor der Saison vom TSC Euskirchen nach Koblenz kam, möglichen Nachahmern.

Engel schaffte es erst eine Viertelstunde nach Spielende, sich das weiße Pokalsieger-Shirt überzuziehen, weil er die ganze Zeit Interviews geben musste, während die Kollegen schon längst feierten, drüben in der Rot-Weiß-Kurve, wo das Schulterklopfen, Umarmen und Staunen kein Ende nehmen wollte. „Phänomenal“, jubelte Derrick Miles mit leuchtenden Augen, „sensationell“, freute sich Thilo Kraemer, und Co-Trainer Marko Sasic, der nach seinem Kreuzbandriss auf Krücken durchs Stadion humpelte, strahlte: „Das ist ein Traum.“

Wahr gemacht hat diesen Traum, den vor fünf oder gar zehn Jahren kein Rot-Weißer zu träumen gewagt hätte, nach Meinung vieler vor allem Trainer Fatih Cift. „Eigentlich müsste ich jetzt aufhören“, sinnierte der ehrgeizige Coach, „wir haben alles erreicht, was möglich ist.“

Der Coach schien vom Pokaltriumph nicht wirklich überrascht. „Wir hatten einen Plan, und daran haben wir uns gehalten“, sagte er schlicht. Doch das eigentliche Erfolgsgeheimnis des rot-weißen Höhenflugs gründet tiefer. „In der letzten Woche hatte ich das Gefühl, dass nicht mehr alle daran geglaubt haben“, plauderte Cift aus dem Nähkästchen, „deshalb haben wir vor allem Videos geschaut, eine Botschaft der Spielerfamilien und zum Abschluss noch ein Motivationsvideo.“ Und fußballerisch? „Wir wussten, was auf uns zukommt.“

Mancher Koblenzer im Stadion war innerlich zerrissen zwischen Rot-Weiß und Blau-Schwarz, wie TuS-Ikone Milan Sasic. Der frühere Trainer hätte seinem Ex-Klub den Sieg vor allem aus wirtschaftlichen Gründen gegönnt. Nach dem Spiel umarmte er den Gewinnertrainer herzlich und sagte: „Glückwunsch, Fatih. Das ist deine Arbeit. Das ist kein Zufall.“ Über kein anderes Kompliment wird sich Fatih Cift an diesem Tag mehr gefreut haben.

TuS Koblenz: Paucken - Antonaci (85. Hombach), von der Bracke (85. Marx), Schüler, Lorenzoni - Stahl - Koch (61. Popovits), Bajric, Müller, Lahn - Bozic.

TuS Rot-Weiß Koblenz: Oost - Masala, Schmidt, Kraemer, Meinert - Fritsch (68. Sauerborn), Weidenbach - Hillen, Hannappel (87. Henrich), Miles - Arndt (62. Engel).

Schiedsrichter: Benedikt Kempkes (Thür) - Matthias Vogel, Markus Wozlawek. Vierter Offizieller: Alexander Müller.

Tor: 0:1 Engel (82.).

Zuschauer: 7473.

Gelbe Karten: Miles, Fritsch, Masala, Engel.

RZ Koblenz und Region vom Dienstag, 22. Mai 2018, Seite 13.
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BeitragThema: Re: Pokal-Spielberichte: TuS Koblenz - Rot-Weiß Koblenz 0:1 (0:0)   Di 22 Mai 2018 - 2:00

Zitat :
7473 sorgen für Rekord Verband FVR ist zufrieden

Koblenz. Die Herren vom Fußballverband sind zufrieden, die erstmalige Austragung des Rheinlandpokal-Endspiels im Koblenzer Oberwerth-Stadion hat sich gelohnt. 7473 Zuschauer sorgten für einen Rekordbesuch in der 64-jährigen Geschichte des Wettbewerbs, verkündete Bernd Schneider, Spielausschussvorsitzender des Fußballverbands Rheinland (FVR), stolz. Das Publikum war überwiegend blau-schwarz engagiert, gekommen waren aber auch die komplette rot-weiße Fußballfamilie und viele neugierige Fußballfreunde. FVR-Präsident Walter Desch sah den Besucheransturm als Zeichen, „dass sehr wohl auch der Amateurfußball Massen bewegen kann, nicht nur Profifußballer mit Millionengehältern.“ Und stellte klar: „Wir haben etliche Ehrenamtler aus den Fußballkreisen mit VIP-Karten bedacht, die Funktionäre, ohne die der Fußball nicht funktioniert. Sie durften heute einfach mal genießen.“

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BeitragThema: Re: Pokal-Spielberichte: TuS Koblenz - Rot-Weiß Koblenz 0:1 (0:0)   Di 22 Mai 2018 - 2:01

Zitat :
Keiner kennt die Zukunft der TuS
Van Heesch verlässt Präsidium sofort

Koblenz. Der ganze Frust entlud sich in einem einzigen Tritt: Wütend und enttäuscht stapfte André Marx vom Platz, der Wassereimer am Rande der Coachingzone hielt der Belastung nicht stand. Der spät eingewechselte Ex-Kapitän der TuS Koblenz zog das Trikot über den Kopf und verschwand wortlos in den Katakomben. Dicht dahinter: Schlussmann Dieter Paucken.

Es folgten weitere Spieler, die aber von Co-Trainer Gilbert Gorges und Torwarttrainer Peter Auer zur Siegerehrung wieder aus der Kabine aufs Feld zitiert wurden. Ein Szenario wie beim „großen“ Pokalfinale in Berlin, als der Unterlegene nicht seinen Respekt zollte, wiederholte sich nicht.

„Natürlich bin ich sauer. Wir haben in unserem Wohnzimmer ein wirklich wichtiges Spiel verloren“, gab Marx enttäuscht, aber gefasst zu Protokoll. „Der Gegner hat aus seinen wenigen Möglichkeiten das Optimale herausgeholt. Wie es jetzt mit uns und auch mit mir weitergeht, muss man jetzt mal abwarten. Wir sind ja davon abhängig, ob Saarbrücken oder Mannheim aufsteigt.“ Während sich Marx eher kryptisch über seine Fußball-Zukunft äußerte, gab sich Teamkollege Kevin Lahn aufgeschlossener: „Ob ich bleibe? Ich habe mich umgeschaut, es ist eher unwahrscheinlich, dass ich weiter für diesen Verein spiele.“

Zum Spiel selbst sagte der Außenstürmer, der im Endspiel nicht an seine famosen Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen konnte: „Es war eine 50:50-Nummer, da kann alles passieren. Der Gegner war aggressiv, laufstark und hat uns fast permanent gedoppelt. Gegen Elversberg eine Woche vorher hat alles wunderbar geklappt, aber heute sind wir einfach nicht durchgekommen.“

Torwart Dieter Paucken gab ein klares Bekenntnis zur TuS ab: „Ich bleibe hier bis zu meinem Karriereende. Das liegt aber nicht an mir, das müssen andere entscheiden.“ Auf die Frage zum Freistoßtor des Tages rollte er kurz mit den Augen: „Der Ball ging durch die Mauer, dadurch habe ich ihn erst sehr spät kommen sehen. Schwierig zu sagen, warum wir überhaupt verloren haben. Wir waren einfach nicht gallig genug und hatten keinen Zugriff aufs Spiel.“

TuS-Spielführer Michael Stahl gab sich demütig im Moment der Niederlage: „Wir müssen in solchen Momenten Größe zeigen und zugeben, dass Rot-Weiß verdient gewonnen hat. Es war nicht einfach für uns, wir verspüren ja schon seit Wochen viel Druck und stehen ständig unter Strom. Kein Spieler weiß, wie seine Zukunft oder die des Vereins aussieht, diese Dinge fallen dir dann auch mal irgendwann auf die Füße.“

Das kann schneller gehen, als mancher denkt. Dass die sechsstellige Prämie für den Pokalsieger zwar nicht in den weiter reduzierten Etats für Regional- und Oberliga enthalten ist, aber trotzdem (überlebens-)wichtig für den Verein gewesen wäre, daraus machen die Verantwortlichen kein Hehl. „Das ist zwar in erster Line eine sportliche Niederlage“, meinte Finanzvorstand Dirk Feldhausen, „aber es hängt doch viel mit Geld zusammen. Die Prämie hätte uns sehr geholfen.“

Mit der ungewissen Zukunft hat es wohl nichts zu tun, dass Vizepräsident Hannes van Heesch am Abend der Niederlage im Fan-Forum der TuS (!) seinen sofortigen Rücktritt erklärte – aus nachvollziehbaren beruflichen und gesundheitlichen Gründen. Bei der Mitgliederversammlung im August wird es wohl weiteren Personalschwund im Präsidium geben.

TuS-Trainer Anel Dzaka findet, dass die Frage nach der künftigen Ligazugehörigkeit, die erst am kommenden Sonntag beantwortet wird, gar nicht die wichtigste ist. „Wir müssen anfangen, seriös zu arbeiten“, fordert der Ex-Profi, „ich hoffe, dass vernünftige Leute eine sinnvolle Struktur in den Verein bringen.“

Noch hat Dzaka, der die TuS in den dreieinhalb Monaten seiner Trainertätigkeit sportlich so weit aufgerichtet hat, dass sie noch hoffen darf, seinen eigenen Vertrag nicht verlängert. „Wir werden Gespräche führen“, sagt er, „wenn, dann machen wir es richtig: vernünftig und ehrlich.“ Und fügt hinzu: „Koblenz wird meine Heimat bleiben, die TuS ist immer in meinem Herzen.“Abschiedsworte oder Treuebekenntnis?

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BeitragThema: Re: Pokal-Spielberichte: TuS Koblenz - Rot-Weiß Koblenz 0:1 (0:0)   Di 22 Mai 2018 - 2:04

Zitat :
Favoritensturz: Rot-Weiß im Freudentaumel
Fußball Während die Vorstadt über historischen Sieg jubelt, landen TuS-Fans im Tal der Tränen

Koblenz. Sascha Engel von Rot-Weiß Koblenz sorgte für einen himmlischen Freudentaumel bei vielen Bewohnern der Südlichen Vorstadt. „Unfassbar, unglaublich, unbeschreiblich, was für ein Erfolg, dass wir die große TuS schlagen“, sagte Michael Jacobi, Jugendkoordinator von TuS Rot-Weiß Koblenz, ganz euphorisch noch Stunden nach dem Spiel.

Ähnlich sieht es Rot-Weiß-Urgestein Harry Walter. „Ein bisschen Hoffnung hatte man schon, aber man hatte es natürlich nicht erwartet. Umso größer ist natürlich jetzt die Freude, zumal es nicht unverdient war“, sagt Walter, der vor 18 Jahren mithalf, dass die Rot-Weißen von der Kreisliga in die Bezirksliga aufstiegen.

Rund um das Vereinsheim der Rot-Weißen, neben dem Hartplatz auf dem Oberwerth, herrscht auch noch Stunden nach dem historischen Erfolg Volksfeststimmung mit Familiencharakter. Während die älteren Jahrgänge den Sieg beim Freibier noch einmal nacherleben, kickt der Nachwuchs auf dem Kleinfeld, möglicherweise bereits das Rheinlandpokal-Finale in zehn Jahren im Blick. „Wir sind ein Familienverein, wir haben gestern hier noch zusammen mit den Kindern und Eltern an den Fahnen gebastelt“, erzählt Stephan Otto, Pressesprecher von Rot-Weiß Koblenz. Gegen welche Profimannschaft es jetzt in der ersten Runde geht, ist an diesem Tag den meisten rund um den Rot-Weiß-Platz erst einmal zweitrangig. „Es ist einfach nur fantastisch, wer hätte gedacht, dass wir überhaupt je mal im DFB-Pokal spielen“, sagt Kalle Noll, ebenfalls Mitglied der Kreisligameistermannschaft 2000.

Bei aller Freude gibt es natürlich auch Vorstädter, in deren Brust zwei Herzen schlagen, so wie Arie Sahl. „Ich hab Fritz und Ottmar Walter hier spielen gesehen, und ich habe die Euphorie in der Zeit in der Zweiten Liga erlebt. Da blutet mir natürlich das Herz für die TuS. Aber heute freue ich mich auch für die Rot-Weißen, zumal sie besser waren“, sagt Sahl, dessen Enkel Elias in der C-Jugend der Vorstädter kickt. Ähnlich geht es dem Vorstädter Heribert Heinrich. „Ich gönne es den Rot-Weißen, zumal sie es einfach verdient hatten. Aber für die TuS ist es natürlich eine schmerzliche Niederlage, auch was die finanzielle Seite betrifft“, sagt der ehemalige SPD-Landtagsabgeordnete und TuS-Fan mit Blick auf die verpassten Einnahmen in der ersten Runde des DFB-Pokals.

Kurz nachdem Sascha Engel in der 82. Minute mit einem Freistoßtor die TuS ins Tal der Tränen schoss, hatten einige Fans der Blau-Schwarzen bereits genug gesehen und verließen das Stadion. Zu ihnen gehörte auch Alfons Hohenbild. „Dabei wäre ein Sieg für das Fortkommen des Vereins so wichtig gewesen“, sagt der Lahnsteiner. Ebenfalls vor dem Abpfiff ging auch Horst Gerold. „Es ist eine Blamage sondergleichen“, meint der Koblenzer. Ursächlich für die historische Niederlage war für TuS-Fans Heiner Kloft vor allem die Einstellung. „Für die Rot-Weißen war es das Spiel des Lebens, für die TuS eins unter vielen.“

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