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 TuS spielt in der Oberliga – aber wer spielt mit?

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TuS-Thomas
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BeitragThema: TuS spielt in der Oberliga – aber wer spielt mit?   Do 28 Jun 2018 - 3:07

Zitat :
TuS spielt in der Oberliga – aber wer spielt mit?
Fußball Koblenz-Coach Anel Dzaka begrüßt 18 Spieler zum ersten Training

Koblenz. Reifere Mitglieder der TuS-Familie konnten sich fühlen wie in einer Zeitschleife. Plötzlich war es wieder wie vor 16 Jahren, als Milan Sasic mit fünf Spielern und ohne Geld seine Trainerarbeit beim Koblenzer Traditionsverein aufnahm. Der aktuelle Coach Anel Dzaka hat immerhin schon zehn Akteure, dafür aber noch weniger Kohle. Zum Auftakttraining des Regionalliga-Absteigers begrüßte Dzaka 18 Kicker, darunter zehn Testspieler. Kapitän Michael Stahl fehlte aus gesundheitlichen Gründen, der aus der A-Jugend aufgerückte Leon Gietzen ist im Urlaub.

Neben den beiden Torhütern Dieter Paucken und Safet Husic dürfen Dzaka und sein Co-Trainer Admir Softic bei ihrer Mission, die TuS einigermaßen unbeschadet durch die Oberliga zu steuern, auf Felix Käfferbitz, der bisher schon zur ersten Mannschaft zählte, sowie Kerim Arslan (bisher 2. Mannschaft), Leon Waldminghaus, Felix Könighaus und Alek Selmani (alle A-Jugend) sowie die Zugänge Necmi Gür (Schott Mainz), Marco Gietzen und Leutrim Kabashi (beide FC Karbach) rechnen.

Weitere Testspieler werden sich in den kommenden Trainingseinheiten vorstellen. Bekanntestes Gast-Gesicht beim ersten Training war Alexej Eberhardt, hünenhafter Verteidiger mit TuS-Vergangenheit, zuletzt beim Oberliga-Konkurrenten FV Engers.

Milan Sasic führte die TuS nach dem Neustart 2002 bekanntlich bis in die zweite Liga; ähnliche Ambitionen hat Anel Dzaka vorerst nicht: „Wir brauchen viel Geduld“, lautet sein Mantra.

Sicher ist: Das Damoklesschwert des Zwangsabstiegs aus der Oberliga schwebt nicht mehr über der TuS. Und zwar aus zwei Gründen. Zum einen hat Insolvenzverwalter Peter Theile das Gutachten über die Vermögenslage des insolventen Vereins fast fertiggestellt. Dieses Gutachten dient dem Amtsgericht als Grundlage für seine Entscheidung über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens: „Die Diskussion über den Zwangsabstieg können wir uns sparen. Ich werde meinen Teil dazu beitragen, indem ich das Gutachten rechtzeitig vor dem 30. Juni abgebe. Natürlich muss am Ende das Gericht entscheiden.“ Der Anwalt kündigte an, die zuständige Richterin telefonisch vorzuwarnen, was die Brisanz und die Eilbedürftigkeit der Angelegenheit TuS Koblenz angeht.

Wahrscheinlich wäre die Eile gar nicht nötig gewesen, denn inzwischen haben die Juristen das Sagen. Deren Erläuterungen sind für Nicht-Juristen nicht immer leicht verständlich, deshalb hier nur die wichtigsten Punkte in Kurzform: Norbert Weise, der Rechtswart des FVR, bezeichnete die Auffassung als falsch, dass der TuS im Falle der Insolvenzeröffnung nach dem 1. Juli gemäß § 6, Absatz 1 der DFB-Spielordnung der Zwangsabstieg aus der Oberliga drohe. Er verweist auf den Absatz 6 des Paragrafen, wo es heißt: „Die Aberkennung der Gewinnpunkte entfällt, sofern der Verein (...) abgestiegen ist“ und folgert daraus, „dass hier die Folgen bei einem Abstieg abschließend geregelt sind, nämlich: Es gibt keinen Doppelabstieg.“ Dass einige Sätze vorher steht, dieser Punkt 6 gelte nur für Vereine der Frauen-Bundesligen, der dritten Liga und der Regionalliga „… sowie gegebenenfalls weitere Spielklassen, bei denen diese Bestimmung von den Regional- und Landesverbänden statt der (…) Nummern 1 bis 5 eingeführt wurde“, spielt laut Weise keine Rolle.

Der FVR-Rechtswart argumentiert mit der „Intention“, also der Absicht der Satzung, wonach es „nicht um eine Bestrafung des Vereins“ gehe, sondern um die „Beseitigung früheren wettbewerbswidrigen Handelns“ des Vereins durch vorangegangenen überhöhten finanziellen Aufwand.

Außerdem schreibt Weise: „Derselbe Sachverhalt“ – nämlich der Insolvenzantrag der TuS Koblenz – „ist natürlich nur einmal zu bewerten.“ Anders gesagt: Eine Maßnahme des für die Oberliga zuständigen Regionalverbands Südwest gegen die TuS käme sozusagen einer „Doppelbestrafung“ gleich, obwohl die erste „Bestrafung“, der Neun-Punkte-Abzug in der Regionalliga, wegen des TuS-Abstiegs ja bekanntlich entfällt.

Thomas Bergmann, der Chefjurist des Regionalverbands Südwest, ließ ausrichten, dass er mit dieser Rechtsmeinung des FVR-Rechtswarts „absolut übereinstimmt“. Also wird die TuS Koblenz zumindest in dieser Hinsicht in der Oberliga keine unliebsame Überraschung erleben.

Zurück zum Fußball: Als frei erfunden bezeichnet Stefan Blaufelder, als Mitarbeiter der Geschäftsstelle derzeit die „Stimme“ der TuS, die im Internet kursierenden Gerüchte über eine bereits beschlossene Abmeldung der zweiten Mannschaft aus der Rheinlandliga sowie eine Art „Kahlschlag“ im Jugendbereich. Bei einem Treffen am vergangenen Freitag habe Insolvenzverwalter Theile nur klargestellt, dass der Verein im Angesicht des Insolvenzverfahrens „möglichst überzeugend argumentieren“ müsse, wie sich künftig Einnahmen und Aufgaben beim Traditionsverein die Waage halten. „Herr Theile hat versichert, es sei nicht sein Ziel, dass Mannschaften abgemeldet werden müssen“, berichtet Blaufelder.

Ob und wo der Rotstift angesetzt werden muss, wird sich frühestens in der kommenden Woche entscheiden, wenn Insolvenzverwalter Theile und die TuS-Verantwortlichen den Kopf etwas freier haben, um sich eingehend mit Budgetfragen zu beschäftigen. Stefan Kieffer

RZ Koblenz und Region vom Donnerstag, 28. Juni 2018, Seite 15.
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