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 TuS Koblenz: Spielbetrieb ist vorerst gesichert

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TuS-Thomas
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BeitragThema: TuS Koblenz: Spielbetrieb ist vorerst gesichert   Mi 21 Nov 2018 - 10:57

Zitat :
TuS Koblenz: Spielbetrieb ist vorerst gesichert
Gläubigerversammlung vertagt sich auf Juni 2019 – Ex-Sponsor Frank Linnig will hart bleiben

Koblenz. Sein erstes Teilziel hat Peter Theile, der Insolvenzverwalter von TuS Koblenz, erreicht: Der Spielbetrieb des Fußball-Oberligisten bis zum Ende der laufenden Saison ist gesichert – sofern die eingetriebenen Sponsorengelder dafür reichen. In der ersten Gläubigerversammlung einigten sich die anwesenden Gläubiger des insolventen Vereins, sich am 4. Juni des kommenden Jahres erneut zu treffen. Dann soll darüber abgestimmt werden, ob Theile mit der Erstellung eines Insolvenzplans beauftragt wird, in dem unter anderem festgelegt werden soll, mit welcher Rückzahlungsquote die Gläubiger für ihre Forderungen rechnen dürfen. „Die erste Hürde haben wir genommen“, zeigte sich Theile im Gespräch mit unserer Zeitung erleichtert.

Neben Hauptgläubiger Frank Linnig, der bekanntlich mit 930 000 Euro den Löwenanteil der insgesamt rund 1,5 Millionen Euro betragenden Forderungen an die TuS stellt, war bei dem Termin vor dem Amtsgericht Koblenz nur eine Handvoll der insgesamt 65 Gläubiger anwesend: neben Vertretern des Finanzamts und eines Sicherheitsdiensts auch das ehemalige TuS-Präsidiumsmitglied Hannes van Heesch.

Sie wurden von Insolvenzverwalter Theile zunächst über die Gründe für die Insolvenz, den derzeitigen Stand des Verfahrens und die Vermögenslage des Vereins informiert. Trauriges Ergebnis: Momentan ist bei der TuS kein Restvermögen vorhanden, aus dem die Gläubiger-Forderungen auch nur zu einem geringen Prozentsatz bedient werden könnten. Die Zeit bis zum kommenden Juni und darüber hinaus will Theile nutzen, um möglichst viele Gönner des Vereins dazu zu bewegen, „auf breiter Basis“ in die Insolvenzkasse einzuzahlen. Nach dem derzeitigen Stand wäre die Erstellung eines Insolvenzplans wohl wenig sinnvoll, denn wo nichts ist, kann auch nichts verteilt werden.

„Dabei bin ich natürlich auf die Mithilfe der Vereinsvertreter angewiesen“, erläutert Theile, „denn ich bin ja nicht für die Sponsoren-Akquise zuständig.“ Daneben sollen auch die Mitglieder des aktuell aufgelösten Vereins TuS Koblenz aufgefordert werden, freiwillig ihre Mitgliedsbeiträge zu bezahlen, denn offiziell darf die nicht existente TuS diesen Obolus nicht einfordern. Außerdem hat Theile über den Weg einer so genannten „Anfechtung“ bereits einen nicht geringen fünfstelligen Betrag eingetrieben. Dabei geht es darum, vom Schuldner, also der TuS, bezahltes Geld zurückzufordern, weil der Gläubiger über die bevorstehende Insolvenz Kenntnis gehabt habe.

Grundsätzlich, so Theile, gelte es für die TuS-Verantwortlichen, „die Einnahmesituation zu stabilisieren und die Strukturen zu verbessern“. Mit Spielerabgängen in der Winterpause ist zu rechnen. In diesem Zusammenhang sprach der Insolvenzverwalter auch von Sponsoren-Zusagen über eine insgesamt sechsstellige Summe, für die allerdings nur zum Teil schriftliche Zusagen vorliegen.

Hauptgläubiger Frank Linnig, der dem Verein als Sponsor und Präsidiumsmitglied über lange Jahre eng verbunden war und nach eigenem Bekunden auch einige Missstände der Vergangenheit mit zu verantworten hat, scheint weiter entschlossen, die TuS nicht so einfach davonkommen zu lassen. „Ich bin noch entschlossener, an meinem Weg festzuhalten“, kündigte der PR-Unternehmer an. „Mir geht es nicht um Rache, sondern um die konsequente Durchführung von Entscheidungen, die ich unter dem Eindruck der letzten Jahre als notwendig ansehe.“

Linnig wunderte sich vor allem über Theiles Enthüllung, der TuS Koblenz sei bereits im Sommer 2017 vom Finanzamt die Gemeinnützigkeit aberkannt worden, weil der Verein seit 2011 keine Steuererklärung abgegeben habe. Das heißt, die TuS darf keine Spendenquittungen ausstellen. Für 2019 soll die Gemeinnützigkeit wieder beantragt werden. Da das Finanzamt selbst zum Kreis der Gläubiger gehört, dürften die Erfolgaussichten wohl eher fraglich sein.

„An meiner Linie, alles abzulehnen, was in Richtung Fortführung des Vereins geht, werde ich festhalten, auch im nächsten Juni“, kündigte Linnig gegenüber unserer Zeitung an. Ob er sich am Ende durchsetzen kann, bezweifelt der einstige Mehrfach-Retter der TuS selbst: „Der anwesende Vertreter des Gerichts, das am Ende das letzte Wort haben wird, hat die klare Tendenz erkennen lassen, den Verein fortzuführen, und hat sich dabei auf ein übergeordnetes Interesse bezogen“, schildert Linnig seine Eindrücke. „Aber ich bin nach den jüngsten Erkenntnissen noch entschlossener, an meinem Kurs festzuhalten.“

RZ Koblenz und Region vom Mittwoch, 21. November 2018, Seite 25.
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BeitragThema: Re: TuS Koblenz: Spielbetrieb ist vorerst gesichert   Mi 21 Nov 2018 - 10:58

Zitat :
Gläubiger stimmen für Fortsetzung des Vereinsbetriebes
Ziel bleibt die Sanierung der TuS Koblenz

Wie der Insolvenzverwalter der TuS Koblenz, Dr. Peter Theile, mitteilt, hat sich die Gläubigerversammlung am heutigen Dienstag einstimmig für die Fortführung des Spiel- und Geschäftsbetriebes der TuS Koblenz 1911 e.V. ausgesprochen.

Dr. Peter Theile ist es gelungen, die anwesenden Gläubiger davon zu überzeugen, dass der Verein in allen Teilen erhaltungswürdig und eine Fortführung mittel- und langfristig möglich ist. Über die Aufstellung eines Insolvenzplans zur Sanierung des Vereins soll in sechs Monaten erneut beraten werden. Die Voraussetzung für den Insolvenzplan gilt es im nächsten Schritt konkret zu erarbeiten. Nach Aussage des Insolvenzverwalters haben sich überdies bereits einige Bestandssponsoren der TuS Koblenz bereit erklärt, für die Erfüllung des Insolvenzplans Mittel zur Verfügung zu stellen.

Aufgabe sei es aber zunächst, den Verein über die Saison hinaus wirtschaftlich nachhaltig aufzustellen, so Dr. Peter Theile in seiner ersten Stellungnahme. Dafür bedarf es klarer Strukturen und der Erarbeitung eines zukunftsträchtigen sportlichen und wirtschaftlichen Konzeptes. „Die zugesicherte Unterstützung von bestehenden und neuen Partnern aus der Region hat den Grundstein für die Entscheidung der Gläubigerversammlung gelegt“, so Dr. Theile. Nun gelte es, die Partnerschaften weiter auszubauen und auch weiterhin neue Unterstützer zu gewinnen.

„Wir sind froh und dankbar, dass viele Fans, Mitglieder und Unterstützer bis heute den Glauben an die TuS Koblenz nicht verloren haben und der erste Schritt in eine stabile Zukunft des Vereins gemacht werden konnte“, betont der Präsident der TuS Koblenz, Arnd Gelhard. „Wir möchten uns nochmals ausdrücklich bei allen Gläubigern, die den Verein auch in der Vergangenheit tatkräftig unterstützt haben, für die enttäuschten Erwartungen entschuldigen. Nicht zuletzt unserem ehemaligen Hauptsponsor Frank Linnig gilt unser Dank und unsere Bitte um Entschuldigung“, so der Vereinsvorstand. Nun sei es an allen Verantwortlichen, darauf aufzubauen und daran zu arbeiten, Vertrauen in der Region zurückzugewinnen.

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