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 "Finanzen sind wichtiger als sportlicher Erfolg", sagt Remo Rashica

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TuS-Thomas
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BeitragThema: "Finanzen sind wichtiger als sportlicher Erfolg", sagt Remo Rashica   Do 13 Dez 2018 - 1:35

Zitat :
TuS Koblenz: "Finanzen sind wichtiger als sportlicher Erfolg", sagt Remo Rashica

Remo Rashica, das ist die wandelnde Zuversicht. Der Gastronom, der in diesen schwierigen Zeiten des Vorzeigevereins TuS Koblenz mit sportlichem Abstieg und wirtschaftlicher Insolvenz mehr und mehr das Ruder übernommen hat beim Traditionsklub, gerät regelrecht ins Schwärmen, wenn er über die aktuelle Situation bei der TuS spricht: „Hier wächst etwas zusammen“, behauptet Rashica, „der Verein ist eine Einheit von der U 10 bis zur ersten Mannschaft. Das spürt jeder. Auch unsere Partner.“ Die Siegesserie in der Fußball-Oberliga und die Halbfinal-Qualifikation im Rheinlandpokal sieht er als „Lohn für unsere harte Arbeit“. Und dass in der Mannschaft zahlreiche Talente aus dem eigenen Nachwuchs stehen, das, so Rashica, „macht mich stolz“. Und doch macht er im Interview mit unserer Zeitung kein Hehl daraus, dass die Zukunft der TuS Koblenz noch längst nicht gesichert ist – bei allem Optimismus.

Remo Rashica, von Ihnen war in den vergangenen Monaten häufiger zu hören, der TuS Koblenz stehe eine glänzende Zukunft bevor. Worauf gründet sich Ihr Optimismus? Wie sieht Ihre Vision von der TuS-Zukunft aus?

Ob ich glänzende Zukunft gesagt habe, das weiß ich nicht. Dass TuS Koblenz eine Zukunft hat, davon bin ich überzeugt. Was wollte ich denn der aktuellen Situation entgegensetzen, wenn nicht meinen Optimismus. Wir haben einen klaren Fahrplan: Wir müssen das Insolvenzverfahren hinter uns bringen, dann ein neues Präsidium finden und wählen und vor allem auch neue Partner im gesellschaftlichen und finanziellen Bereich suchen. Und es muss sportlich so weitergehen wie jetzt.

Da der Verein sich in einem Insolvenzverfahren befindet, müssen alle Ausgaben vom Insolvenzverwalter genehmigt werden. Nun beschäftigt die TuS derzeit in Michael Stahl, Daniel von der Bracke, Amodou Abdullei, Dieter Paucken und Giovani Lubaki, um nur einige Namen zu nennen, etliche für die Oberliga hochkarätige Spieler, die gewiss nicht umsonst die Fußballschuhe schnüren. Wie kann die insolvente TuS sich solche Akteure finanziell leisten?

Die Kosten für alle Spieler sind im aktuellen Finanzplan vor der Saison formuliert und eingearbeitet worden. Auch für die Spieler, die Sie namentlich erwähnen. Das sind genau die, die unsere Trainer wollten, um erfahrene Akteure in der Mannschaft zu haben. Um das alles für die gesamte Saison zu realisieren, müssen wir weitere Mittel beschaffen. Das müssen und das werden wir schaffen.

In der vergangenen Regionalligasaison haben die Spieler nicht immer pünktlich ihr Geld bekommen. Klappt das in dieser Spielzeit besser, und wird es auch in der Winterpause funktionieren, wenn der Verein keine Einnahmen hat?

Dass die Spieler ihr Geld bekommen, dafür wird der Insolvenzverwalter sorgen, aber auch wir selbst. Es wäre geradezu unmoralisch, wenn es uns in einem laufenden Insolvenzverfahren wieder so ginge, dass die Spieler ihr Geld nicht bekommen. Aber in dieser Aussage steckt auch die ganze Wahrheit auf die Frage, wer bei uns spielt. Spielen kann bei uns nur, wer bezahlbar ist.

Insolvenzverwalter Peter Theile hat angekündigt, dass in der Winterpause einige Spieler den Verein verlassen. Hat das eher sportliche oder eher finanzielle Gründe? Um welche Spieler handelt es sich?

Wenn der Insolvenzverwalter so etwas sagt, dann hat das allein finanzielle Gründe. Er und auch wir wissen, dass wir eine solide Gesamtfinanzierung der Saison brauchen. Das ist unser Ziel. Von Juri Gros, Necmi Gür und Eray Öztürk haben wir uns einvernehmlich getrennt, ob weitere Spieler gehen, entscheidet sich in den nächsten zwei Wochen. Der finanzielle Aspekt muss immer Vorrang haben vor dem sportlichen Erfolg.

Peter Theile hat in der Informationsveranstaltung im August auch davon gesprochen, dass die Finanzierung des Saisonetats noch nicht gesichert ist. Wie wird die TuS es schaffen, bis zum Saisonende den Spielbetrieb zu finanzieren?

Ich sprach es schon an: Wir müssen weitere Partner finden. Wenn uns das nicht gelingt, wird es nicht gehen. Noch einmal: Wir können und wir werden das meistern.

Ihr Konzept für die TuS sieht vor, sich auf viele kleinere und mittlere Sponsoren aus der Region zu stützen. Wie erfolgreich sind Sie da?

Die Arbeit in diesem Bereich hat längst begonnen, und erste Erfolge sind erkennbar. Es sind neue Sponsoren da. Aber es fehlt noch einiges. Jeder Beitrag von tausend bis 50.000 Euro ist willkommen und hilft uns. Ich habe gewusst, dass es ein mühevoller Weg ist, aber er ist der einzig machbare, weil sich in Koblenz kein größerer Sponsor abzeichnet. Im Übrigen geht es nicht nur um die Suche nach neuen Partnern, sondern wir müssen auch alle bisherigen Partner der TuS sichern.

Im derzeit funktionslosen TuS-Präsidium waren Sie für die Jugendabteilung zuständig, aktuell scheint es aber so, als seien Sie für den gesamten Verein zuständig. Gibt es noch andere Präsidiumsmitglieder, die sich engagieren?

Das Präsidium und vor allem Präsident Arnd Gelhard sind für mich immer ansprechbar. Aber es ist richtig: Das operative Geschäft wird aus der Sicht des Präsidiums aktuell weitgehend von mir wahrgenommen.

Wenn das Insolvenzverfahren abgeschlossen ist, müssen die Mitglieder ein neues Präsidium wählen. Aus dem bisherigen Gremium will kaum einer kandidieren. Stehen Sie fürs Präsidentenamt zur Verfügung?

Ich gehe nach aktuellem Stand davon aus, dass das alte Präsidium nicht mehr kandidieren wird. Ich bin ja erst später dazugekommen und habe immer deutlich gemacht, dass ich für die TuS weiter arbeiten werde. Wenn ich meine Wunschvorstellung äußern dürfte, würde ich es sehr begrüßen, wenn Arnd Gelhard doch weitermacht und ich mich um die Bereiche Sport und Administration im Präsidium und im Verein kümmern könnte.

Nach dem schlechten Saisonstart und der famosen Aufholjagd mit 16 ungeschlagenen Spielen träumen manche schon von einer Rückkehr in die Regionalliga. Halten Sie einen Aufstieg in dieser Saison für realistisch – und für finanzierbar?

Der Fußball nimmt sich, was er braucht. Ich bin mit der Entwicklung im sportlichen Bereich sehr zufrieden. Anel Dzaka und das Team machen eine gute Arbeit. Vor einem möglichen sportlichen Aufstieg aber stehen noch viele ungelöste Fragen für TuS Koblenz. Die müssen wir erledigen, sonst ist die Diskussion um einen Aufstieg nur theoretischer Natur.

Quelle: https://www.rhein-zeitung.de/sport/rz-regionalsport/regionalsport-fussball-maenner-alle-meldungen/regionalsport-fussball-oberliga_artikel,-tus-koblenz-finanzen-sind-wichtiger-als-sportlicher-erfolg-sagt-remo-rashica-_arid,1908261.html
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