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 Fan-Flugblatt sorgt bei der TuS Koblenz für Unruhe

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TuS-Thomas
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BeitragThema: Fan-Flugblatt sorgt bei der TuS Koblenz für Unruhe   Fan-Flugblatt sorgt bei der TuS Koblenz für Unruhe EmptyDi 23 Apr 2019 - 11:05

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Fan-Flugblatt sorgt bei der TuS Koblenz für Unruhe
Präsidium bestreitet Mitwirken Rapolders bei Backhaus-Verpflichtung

Koblenz. Erst 2:0 gegen Eintracht Trier, jetzt 4:0 gegen BFV Hassia Bingen – die TuS Koblenz kommt nach monatelanger Erfolgsserie und kurzzeitiger Durststrecke in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar sportlich wieder gefestigt daher. Was aber bedenklich bröckelt: das Vertrauensverhältnis zwischen Teilen der Koblenzer Fanszene und der Führungsetage des Traditionsvereins. Hier geht es speziell um Präsidiumsmitglied Remo Rashica, der ins Kreuzfeuer der Kritik geraten ist.

Der Koblenzer Gastronom ist auf dem Papier offiziell Jugendvorstand des Vereins und zudem als Präsidiumsmitglied dazu berufen (worden), die TuS finanziell zu konsolidieren und auch sportlich voranzubringen. Seine forsche Vorgehensweise „allein zum Wohl des Vereins, um professionelle und gesunde Strukturen zu schaffen (Rashica)“ stößt Traditionalisten offenbar bitter auf. Allein der Entwurf eines neuen Vereinslogos sorgte schon für Missstimmung. Aktueller Stein des Anstoßes: Die Verpflichtung von Heiner Backhaus als Sportlicher Leiter der TuS zum 1. Juli 2019, die Rashica eingefädelt hat.

Der 37-jährige Backhaus, ehemaliger Zweitligaprofi und mit einer langen Fußballvita ausgestattet, trainierte seit 2014 den Nordost-Oberligisten FC International Leipzig. Am 13. April verkündete er auf seiner Facebook-Seite offiziell den sofortigen Abschied mit dem Hinweis, er werde ab der nächsten Saison eine neue Herausforderung bei der TuS Koblenz annehmen. Rashica musste sich in diesem Zusammenhang via Flugblatt vorm Spiel gegen Bingen vorwerfen lassen, er betreibe „Vetternwirtschaft im sportlich-administrativen Bereich“ und schaffe Fakten hinter den Kulissen. Die „aktive Fanszene Koblenz“, die als Verfasser des Flugblatts verantwortlich zeichnet, behauptet, dass die Verpflichtung von Backhaus über eine Berateragentur zustande gekommen sein soll, die der ehemalige TuS-Zweitligatrainer Uwe Rapolder leitet. Und der genießt in Kreisen der Koblenzer Anhängerschaft keinen allzu guten Ruf. Rapolder war unlängst Gast bei der Eröffnung von „Remos Restaurant“ in Frankfurt. Besagtes Flugblatt mit einer Reihe an Vorwürfen war Rashica, zu diesem Zeitpunkt in Frankreich unterwegs, während des Spiels gegen Bingen per WhatsApp zugespielt worden. Und die Formulierungen brachten ihn ziemlich auf die Palme.

Noch in der Schlussphase des Spiels gegen Bingen schaltete er sich beim Stand von 4:0 in die laufende Reportage des Fanradios ein und verschaffte seinem Unmut ordentlich Luft. Die Verfasser des Flugblatts bezeichnete er als „Rassisten“, den vermeintlichen Rädelsführer gar als „Ratte“. Rashica wiegelte erbost ab: „Die Verpflichtung von Heiner Backhaus hat mit Uwe Rapolder Nullkommanull zu tun. Wenn ich so etwas lese, geht mir die Galle hoch. Das ist total link, so etwas hinter meinem Rücken zu machen, das schadet meinem guten Ruf. Diese Menschen, die mich jetzt angreifen, wollen einfach keine Veränderungen. Aber so kann es nicht weitergehen. Wir müssen versuchen, neue Kanäle zu öffnen.“

Rashica, der sich nach eigener Aussage von Milan Sasic, ehemalige Koblenzer Trainer-Ikone, und TuS-Präsident Arnd Gelhard beraten lässt, beteuert: „Der Vorwurf, ich verschwende irgendwelche Gelder des Vereins, ist vollkommen haltlos. Es sind lediglich mal 1000 Euro von Arnd Gelhard an den Berater von Marc-André Kositzki (Anmerkung der Redaktion: Ein derzeit verletzter, im Sommer 2018 von Borussia Dortmund II gekommener Abwehrspieler) gezahlt worden, ansonsten ist kein einziger Cent an irgendwelche Vermittler oder sonst wen geflossen. Heiner Backhaus ist ein unfassbar toller Junge, wir sollten froh sein, dass wir ihn bekommen haben.“

Rückendeckung erhält Rashica von Gelhard, der in einer offiziellen Stellungnahme der TuS Koblenz gemeinsam mit Anel Dzaka (für die Trainer), Michael Stahl (für die Spieler) und Stefan Blaufelder (für die Mitarbeiter) noch einmal klarstellt, dass die Vorwürfe, es sei eine Zusammenarbeit mit Uwe Rapolder geplant, vollkommen haltlos seien. Weder Mitglieder des Präsidiums noch Backhaus, der designierte Sportdirektor, stünden in irgendeiner geschäftlichen Beziehung zu Rapolder. Das im Internet kursierende Foto von Rashica mit dem Koblenzer Ex-Trainer sei im Rahmen einer privaten Feierlichkeit entstanden und habe keinerlei Aussagekraft.

„Die Vorwürfe haben uns vollkommen überrascht und zutiefst persönlich getroffen“, sagt Gelhard. Weiter heißt es in der Stellungnahme: „Allen Beteiligten aus dem Präsidium und der Geschäftsstelle ist es in den vergangenen Monaten gelungen, in enger Zusammenarbeit mit dem Insolvenzverwalter Strategien für die wirtschaftliche Konsolidierung des Vereins zu entwickeln. Dies schlägt sich nicht zuletzt in der beträchtlichen Menge an neuen Sponsorengeldern nieder, die nicht zuletzt durch Remo Rashica generiert werden konnten und das Überleben des Vereins bis zum heutigen Zeitpunkt sichern konnten.“

Backhaus betont derweil: „Ich werde hier als Sportdirektor arbeiten, nicht als Trainer, und sehe mich in dieser Konstellation als sinnvolle Ergänzung. Der Verein braucht solche Strukturen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Anel Dzaka.“ Der Koblenzer Coach, nach der Pressekonferenz am Samstag auf Backhaus angesprochen, gab sich bedeckt: „Ja, davon weiß ich. Mehr möchte ich dazu jetzt aber nicht sagen, wir werden in der nächsten Woche in Ruhe darüber sprechen.“ Wobei von „Ruhe“ im Moment kaum die Rede sein kann. Eine weitere Personalie am Rande, die Rashica fast beiläufig erwähnte: „Ich bin mir sicher, dass der Peter Back zu uns zurückkehren wird.“

Der ist zurzeit noch beim städtischen Oberliga-Rivalen Rot-Weiß Koblenz hinter den Kulissen im Einsatz. Rashica: „Das ist ein Vollprofi mit viel Erfahrung.“ Back selbst sagt dazu: „Fakt ist, ich habe schon vor ein paar Wochen bei Rot-Weiß Koblenz zum 30. Juni gekündigt. Die TuS ist mein Heimatverein. Natürlich bin ich interessiert, aber noch ist nichts unterschrieben.“

Die „aktive Fanszene Koblenz“ fordert unterdessen eine außerordentliche Mitgliederversammlung, entsprechende Unterschriftslisten lagen beim Spiel gegen Bingen bereits aus. Wobei eine solche Versammlung formal-juristisch kaum zustande kommen kann, weil die TuS Koblenz im Insolvenzverfahren als Verein praktisch nicht existiert, solche Zusammenkünfte also keine verwertbaren Ergebnisse bringen. Die nächste Versammlung, die offiziell auf dem Programm steht, ist die der Gläubiger am Dienstag, 4. Juni. Rashica: „Unser Ziel ist es, den Gläubigern dort eine schwarze Null zu versprechen, um den Fortbestand des Vereins garantieren zu können.“

RZ Koblenz und Region vom Dienstag, 23. April 2019, Seite 14.
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