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 Frank Linnig: Es gibt keinen Plan B

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TuS-Thomas
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BeitragThema: Frank Linnig: Es gibt keinen Plan B   Di 12 Jan 2016 - 12:27

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Frank Linnig: Es gibt keinen Plan B

Interview Bei TuS Koblenz ist alles auf den Aufstieg ausgerichtet – Mühsamer Kampf um Sponsoren

Koblenz. Frank Linnig lässt keine Zweifel, dass es für TuS Koblenz in dieser Saison der Fußball-Oberliga nur um den Aufstieg geht. Linnig, der als Sponsor und Präsidiumsmitglied den Traditionsverein in der Vergangenheit mehrfach vor dem finanziellen Aus bewahrt hat, sieht nun endlich die Früchte seines und seiner Mitstreiter Engagements reifen. Im Interview mit der Rhein-Zeitung äußert sich Linnig zur aktuellen Situation der TuS und zu den Zukunftsperspektiven des Klubs.



Herr Linnig, hätten Sie erwartet, dass die neu formierte Mannschaft von TuS Koblenz eine solche Hinrunde in der Oberliga hinlegt?

Nein, es ist viel besser gelaufen, als wir das erwartet haben. Wir haben eine völlig neue Mannschaft aufgebaut, nur fünf Spieler der Abstiegsmannschaft sind geblieben. Unser Kader war relativ spät komplett, und es kamen viele Spieler aus unterschiedlichen Regionen und Vereinen. Ich hatte eher mit einer gewissen Anlaufzeit gerechnet.

Angekündigt war, dass die TuS beim Neuaufbau vornehmlich auf Spieler aus der Region setzt. Daraus ist wohl nichts geworden?

Es war unsere seriöse Absicht, eine regionale Mannschaft aufzubauen, doch wir haben uns bei den Talenten aus der Umgebung eine Absage nach der anderen eingehandelt. Einigen waren die Bedingungen unseres Trainers Petrik Sander, an fünf Tagen in der Woche zu trainieren, wohl zu stressig. Also waren das auch nicht die richtigen Leute für uns. Dann haben wir die Fühler weiter ausgestreckt und Spieler aus ferneren Regionen verpflichtet, die zu uns passen. Dazu haben wir vier Perspektivspielern aus der U19 einen Vertrag gegeben. Aber der größte Glücksfall war, dass Petrik Sander geblieben ist. Der Trainer wäre nicht zu halten gewesen, wenn wir den Etat drastisch verringert hätten.

Wird sich der Spielerkader in der Winterpause verändern?

Eigentlich besteht kein Handlungsbedarf. Das heißt nicht, dass der Trainer nicht die Augen offenhält. Aber wenn wir einen Spieler holen, dann muss er eine eindeutige Verstärkung sein, er muss menschlich passen, und der Transfer muss finanziell darstellbar sein. Die Transferperiode läuft bis zum 31. Januar, wir stehen nicht unter Druck. Stand jetzt ändert sich nichts. Ein Spieler hatte eine Ausstiegsklausel, von der er aber keinen Gebrauch gemacht hat. Offenbar gefällt es ihm bei uns.

Und wie gefällt Ihnen die Oberliga?

Das sind schon besondere Erfahrungen. So krass habe ich mir das nicht vorgestellt, angefangen von den Plätzen, auf denen man spielen muss, über das Umfeld mancher Vereine und die Zuschauerzahlen bis hin zu einigen Verbandsentscheidungen.

Sie meinen die Auflagen nach dem Spiel in Wiesbach, wonach die TuS fünf Ordner zu jedem Auswärtsspiel mitbringen sollte, um die eigenen Fans im Zaum zu halten?

Die Auflagen wurden ja dann nach nur einem Spiel ausgesetzt. Sie hätten ohnehin nur bis zur Winterpause gegolten. Jetzt ist die Sache erst mal vom Tisch, aber es darf natürlich nichts mehr passieren. Ich will mal klarstellen: Wir haben unseren Fans in dieser Oberliga-Hinrunde viel zu verdanken. Sie sind bei unseren Auswärtsspielen meistens in der Überzahl und geben uns mächtig Rückenwind. Aber die Oberliga ist darauf offenbar nicht eingestellt. Auch deshalb kann unser Ziel nur sein, so schnell wie möglich rauszukommen aus dieser Liga.

Mit Ihrem Saisonetat kann es auch kein anderes Ziel als den Aufstieg geben, oder?

Es stimmt, wir haben einen sehr ambitionierten Etat mit 700 000 bis 800 000 Euro. Zwei Drittel fließen in die Mannschaft. Damit liegen wir in der Spitzengruppe der Liga. Es ist auch richtig, dass der Saisonetat wie in den vergangenen Jahren eine Deckungslücke aufweist. Wir haben uns gefragt: Was ist die Alternative? Sollen wir im Mittelfeld der Tabelle herumdümpeln und vor 400 Zuschauern spielen, oder blasen wir zum Angriff? Zur Saisonhalbzeit können wir feststellen, dass wir alles richtig gemacht haben. Die sportliche Seite funktioniert, mit mehr als 1300 Zuschauern im Schnitt liegen wir deutlich über der Kalkulation von 800 bis 900, und es macht Freude, der Mannschaft zuzuschauen.

Die Stimmung im Umfeld ist so gut wie lange nicht mehr, wie sich auch bei der Mitgliederversammlung gezeigt hat. Nur Ihr Wahlergebnis – fünf Gegenstimmen, 30 Enthaltungen – ließ einige Wünsche offen. Wie haben Sie das aufgenommen?

Das hat mich schon getroffen. Für mich war dieses Ergebnis rational nicht nachvollziehbar. Ohne mich gäbe es den Verein wahrscheinlich seit drei Jahren nicht mehr. Nach der Abstimmung habe ich tatsächlich kurz überlegt, abzutreten. Aber diesen Triumph wollte ich meinen Kritikern dann doch nicht gönnen.

Hilft der sportliche Aufschwung bei der Sponsorensuche?

Es gibt kleinere Erfolge, aber es bleibt ein mühsamer Kampf, der mich bis zum Ende meiner TuS-Tage beschäftigen wird. Im Februar stellen wir unseren neuen Klub „TuS and Friends“ vor, in dem man auch für kleinere Beträge und für einen kürzeren Zeitraum Mitglied werden kann. Am 15. Februar setzen wir auch unsere Veranstaltungsreihe „Ballkontakte“, diesmal mit dem Mainzer Manager Christian Heidel, fort. Der sportliche Erfolg hilft schon bei der Sponsorensuche. Aber es ist halt nur Oberliga, da fliegen uns keine gebratenen Tauben ins Maul. Ich frage mich manchmal, wie das andere Vereine in dieser Liga machen. Der Tabellenführer spielt vor 150 Zuschauern.

Wie ist das aktuelle Verhältnis der TuS zur Stadt?

Auf der Arbeitsebene exzellent, Petrik Sander ist voll des Lobes über das Engagement der städtischen Angestellten in Sachen Stadion. Auf politischer Ebene gibt es eigentlich kein Verhältnis. Der Oberbürgermeister ist unserer Einladung zum Hauenstein-Spiel gefolgt und hat anschließend geäußert, man könne der TuS wieder zuschauen. In anderen Städten gibt es Politiker, die sich mehr engagieren, der Zustand ist für uns nicht befriedigend. Die TuS spielt eine besondere Rolle in dieser Stadt, sie ist kein Verein wie jeder andere.

Was passiert, wenn TuS Koblenz den Regionalliga-Aufstieg verpasst?

Darüber denken wir gar nicht nach. Alles ist auf die Mission Wiederaufstieg ausgerichtet. Derzeit deutet vieles auf einen Zweikampf mit Hauenstein hin; bei elf Punkten Vorsprung auf den Dritten sollten wir mindestens die Relegationsspiele erreichen. Aber diese Runde ist ein Vabanquespiel, wie Elfmeterschießen. Mir ist es lieber, wir werden Erster und steigen direkt auf. Wenn wir es nicht schaffen sollten, würden wir natürlich versuchen, die Mannschaft zusammenzuhalten, um nicht wieder ganz neu anfangen zu müssen. Aber es gibt keinen Plan B.

RZ Koblenz und Region vom Dienstag, 12. Januar 2016, Seite 23
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