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 Frank Linnig hört bei TuS auf

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BeitragThema: Frank Linnig hört bei TuS auf   Frank Linnig hört bei TuS auf EmptyMo 2 Mai 2016 - 22:16

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Frank Linnig hört bei TuS auf
TuS Koblenz 66-Jähriger sieht sich nicht mehr in der Lage, sein hohes finanzielles Engagement fortzusetzen

Koblenz. Paukenschlag bei TuS Koblenz: Frank Linnig steigt zum Saisonende als Präsidiumsmitglied für Kommunikation und als Sponsor des Traditionsvereins aus. Am Tag nach der Nullnummer von Mehring gab die TuS Koblenz in einer Pressmitteilung den baldigen Rückzug des 66-Jährigen bekannt, der in den vergangenen vier Jahren unermüdlich die Löcher im Saisonetat des derzeitigen Oberligisten gestopft hatte.

„Mein Entschluss ist schon länger gereift“, sagt Linnig, „der Zeitpunkt der Bekanntgabe ist mit dem Präsidium abgesprochen. Uns ging es darum, dass jeder rechtzeitig weiß, wo die Reise hingeht.“ Mehrere Gründe hätten ihn zu dieser Entscheidung bewogen, heißt es in der Pressemitteilung: „Seit 2012 habe ich auf jeder Ebene extrem viel in den Verein investiert und Raubbau mit meinen Ressourcen und Kräften getrieben.“

Finanziell an Grenzen gegangen

Das ist nicht nur physisch und psychisch gemeint, sondern auch materiell: „Ich bin auch finanziell an meine absoluten Grenzen gegangen“, ergänzt er im Gespräch. Und merkt in der Presseerklärung süffisant an, er werde dem Verein „als einziger Großgläubiger“ erhalten bleiben.

Denn es ist ja nicht damit getan, dass Frank Linnig der TuS nicht mehr als Finanzier zur Verfügung stehen wird. Daneben wird er auch die Rückzahlung der gewährten Darlehen, in welcher Form auch immer, einfordern. „Es gibt Verträge mit Terminen“, sagt Linnig, „ich gehe davon aus, dass der Verein die Verträge einhält.“ Gleichzeitig versichert er aber auch, bei den Details der Modalität zu einer „wohlwollenden Betrachtung“ bereit zu sein. Im Klartext: Daumenschrauben werden nicht angelegt.

Doch die finanzielle Erschöpfung ist nicht der einzige Grund, warum Frank Linnig die TuS verlässt. Schriftlich beklagt er die „unerfreulichen Erfahrungen und Entwicklungen inner- und außerhalb des Vereins“. Im Gespräch lässt er durchblicken, dass er sich oft als „finanzieller Einzelkämpfer“ fühlte. Auch im Umfeld des Vereins – Stichwort Internet-Fanforum – fühlte Linnig sich häufig ungerechtfertigt angefeindet. Gekränkt haben ihn Unterstellungen, er versuche sich mit seinem finanziellen Engagement zum Alleinherrscher bei der TuS aufzuschwingen: „Wenn einer ein Demokrat ist, dann ich. Ich habe alle mehrheitlichen Entscheidungen der Gremien akzeptiert, auch wenn ich manchmal anderer Meinung war.“ Amüsiert nimmt Linnig die Ansicht zur Kenntnis, dass manche Sponsoren erst nach seinem Rückzug zum Engagement bereit seien: „Wie man darauf kommt, müsste man mir erklären, aber vielleicht tritt diese Wirkung ja ein.“

Frank Linnig macht kein Hehl daraus, dass die persönlichen Motive für seinen Rückzug mindestens ebenso gewichtig sind wie die wirtschaftlichen: „Ich erwarte ja nicht, dass man mir den roten Teppich ausrollt“, sagt er, „aber manchmal haben mir Respekt und Wertschätzung doch gefehlt. Viele Leute wissen anscheinend nicht, was mir der Verein zu verdanken hat, auf den sie so stolz sind.“

Sponsoren stocken bei Aufstieg auf

Kann die TuS ohne die Linnig-Mittel den geplanten Aufstieg in de Regionalliga denn überhaupt vollziehen? „Das müssen Sie den Präsidenten fragen“, sagt Linnig kühl, konkretisiert dann aber: „Einige Sponsoren haben zugesagt, bei Aufstieg ihre Zuwendungen wieder auf die alten Summen aufzustocken, da kommt schon ein nennenswerter Betrag zusammen.“

TuS-Präsident Werner Hecker wird in der Pressemitteilung zitiert: „Es ist unsere Ehrenpflicht, Frank Linnig ganz herzlich Dank zu sagen.“ Das gelte vor allem „für sein über mehrere Jahre andauerndes finanzielles Engagement, ohne das die TuS heute vermutlich nicht mehr existieren würde“. Und weiter: „Wir danken ihm (...) auch für sein persönliches Engagement im Rahmen seines Amtes als Präsidiumsmitglied für Kommunikation. Noch sitzt Frank Linnig mit im Boot. „Natürlich bin ich jetzt aufgewühlt“, schildert er seine Gemütsverfassung, nachdem die Katze aus dem Sack ist, „und es tut auch weh.“ Dennoch steht sein Entschluss fest. Bleibt nur noch eine Kleinigkeit, die sein vierjähriges Wirken denn doch erfüllen würde: „Für mich wäre der Aufstieg ein schönes Finale.“

RZ Koblenz und Region vom Montag, 2. Mai 2016, Seite 14.


Zuletzt von TuS-Thomas am Mo 2 Mai 2016 - 22:17 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Frank Linnig hört bei TuS auf   Frank Linnig hört bei TuS auf EmptyMo 2 Mai 2016 - 22:17

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Umfassender Rückzug
Frank Linnig beendet aktives TuS-Engagement – Zahlreiche Gründe – Verein würdigt Verdienste

Bei der TuS Koblenz steht eine wichtige Veränderung bevor. Wie der Verein mitteilt, gibt Frank Linnig mit Wirkung vom 30. Juni 2016 sein Amt als Präsidiumsmitglied für Kommunikation auf und sieht sich gleichzeitig nicht mehr in der Lage, das in der Vergangenheit hohe finanzielle Engagement fortzusetzen.

Der „aus heutiger Sicht komplette Rückzug“ des 66-jährigen Unternehmers beruhe auf zahlreichen Gründen, die in Summe zu der in „mehreren Monaten gereiften Entscheidung“ geführt hätten. Linnig: „Seit 2012 habe ich auf jeder Ebene extrem viel in den Verein investiert und dabei sicher auch Raubbau mit meinen Ressourcen und Kräften getrieben. Es war eine unglaublich intensive Zeit mit im Rückblick mehr Tiefen als Höhen. Insofern fällt die Bilanz meines Wirkens zumindest für mich persönlich gemischt aus.“

Konkret basiere der Entschluss u. a. auf „unerfreulichen Erfahrungen und Entwicklungen inner- und außerhalb des Vereins“ und der „permanenten Überlastung durch Beruf und Vereinsarbeit“. Am Ende gehe Linnig den Schritt mit „Wehmut und Ernüchterung“. Er habe aber auch Zuspruch erhalten, für den er sehr dankbar sei. Sein abschließendes Statement: „Schon jetzt gratuliere ich allen, die dazu beigetragen haben, zu einer wirklich starken Saison 2015/2016, die hoffentlich mit dem angestrebten Ziel der Meisterschaft und des direkten Wiederaufstiegs der 1. Mannschaft in die Regionalliga endet. Das hätten sich Team, Trainer, Betreuer sowie alle Helfer und Fans zweifellos verdient – und für mich wäre es ein schönes Finale. Der TuS wünsche ich eine sichere, erfolgreiche Zukunft und den Verantwortlichen das dafür nötige Geschick und Glück.“ Und: „Natürlich schlägt mein Herz weiter für die Schängel. Ganz sicher werde ich meine emotionale Verbundenheit mit dem Club am 1. Juli nicht in der Geschäftsstelle abgeben, sondern sie weiter leben und dokumentieren.“

TuS-Präsident Prof. Dr. Werner Hecker weist zunächst darauf hin, dass es „dem Präsidium nicht zusteht, die Gründe der Entscheidung zu kommentieren.“ Er bezeichnet es aber als „Ehrenpflicht, Frank Linnig ganz herzlich Dank zu sagen“. Das gelte vor allem „für sein über mehrere Jahre andauerndes finanzielles Engagement, ohne das die TuS heute vermutlich nicht mehr existieren würde.“ Immer wieder habe Linnig dem Verein in schwierigen Zeiten – übrigens bis zum Ende der laufenden Saison – als Sponsor und großzügiger Darlehensgeber Mittel zur Verfügung gestellt, die die TuS in die Lage versetzt hätten, den Spielbetrieb sicherzustellen. Als einziger Großgläubiger werde er dem Verein daher erhalten bleiben.

Hecker weiter: „Aber nicht nur wegen seines finanziellen Einsatzes hat sich Frank Linnig in herausragender Weise um den Verein verdient gemacht. Wir danken ihm deshalb in gleicher Weise auch für sein persönliches Engagement im Rahmen seines Amtes als Präsidiumsmitglied für Kommunikation. Er hat die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins mit hoher Kompetenz und einem erheblichen Zeitaufwand fortentwickelt und Projekte wie zuletzt die neue Sponsoring-Initiative ‚TuS and Friends’ maßgeblich gestaltet. In dem Sinne dankt der Verein Frank Linnig – ganz sicher auch im Namen der Fans – für seine außerordentliche Unterstützung und bedauert seinen Entschluss. Wir wünschen ihm für seine Zukunft alles erdenklich Gute und sind sicher, dass er ‚seiner TuS’ weiter gewogen bleibt.“ Über die mit dem Ausscheiden von Linnig insbesondere verbundenen organisatorischen Maßnahmen wird der Verein zeitnah informieren, kündigt Hecker an.

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