Forza TuS Board

Herzlich Willkommen im Diskussionsforum über den Oberligisten TuS Koblenz.
 
StartseiteStartseite  KalenderKalender  FAQFAQ  SuchenSuchen  MitgliederMitglieder  NutzergruppenNutzergruppen  AnmeldenAnmelden  Login  

Teilen
 

 Vorberichte: TuS Koblenz - 1. FC Saarbrücken

Nach unten 
AutorNachricht
TuS-Thomas
Admin
Admin
TuS-Thomas

Anzahl der Beiträge : 3192
Anmeldedatum : 01.11.13
Alter : 38
Ort : Koblenz

Vorberichte: TuS Koblenz - 1. FC Saarbrücken Empty
BeitragThema: Vorberichte: TuS Koblenz - 1. FC Saarbrücken   Vorberichte: TuS Koblenz - 1. FC Saarbrücken EmptyFr 12 Aug 2016 - 10:49

Zitat :
Aufsteiger Koblenz freut sich auf ein Fußballfest
Regionalliga 1. FC Saarbrücken kommt am Sonntag zum TV-Spiel

Von unserem Redakteur Stefan Kieffer

Koblenz. Schon am zweiten Spieltag der Regionalligasaison darf sich Aufsteiger TuS Koblenz auf ein echtes Highlight freuen. Am Sonntag um 13 Uhr ist der ehemalige Bundesligist 1. FC Saarbrücken zu Gast auf dem Oberwerth. Der erste von zahlreichen Traditionsvereinen in dieser vierten Liga wird bei seinem Besuch in Koblenz von einer stattlichen Anzahl an Fans begleitet. Einen zusätzlichen Reiz bezieht diese Begegnung zweier alter Südwest-Rivalen aus der Live-Übertragung beim Fernsehsender Sport1, wodurch sich auch die ungewöhnliche Anstoßzeit erklärt. „Die Fernsehübertragung ist kein Verdienst der TuS“, sagt Vizepräsident Dirk Feldhausen, „der Sender überträgt pro Spieltag ein Regionalligaspiel, das der Verband auswählt. Weil die Bundesliga noch Pause hat, spielen wir sonntags statt dienstags. Das ist besser so, dann haben die Fans auch Zeit.“

Bis zu 2000 Fans aus dem Saarland

„Das ist ein Spiel, auf das man sich freuen kann“, sagt TuS-Trainer Petrik Sander, „wir hatten zwar auch in der Oberliga stattliche Zuschauerzahlen gegen Karbach und Hauenstein, aber Saarbrücken ist noch mal eine andere Hausnummer.“ Nach vorsichtigen Schätzungen werden 1500 bis 2000 Fans die Saarländer an den Rhein begleiten. Für TuS-Finanzchef Feldhausen eine gute Nachricht: „Wir freuen uns, dass unser Stadion mal wieder ordentlich gefüllt sein wird. Und das Geld aus anständigen Zuschauereinnahmen können wir natürlich auch gut gebrauchen.“

Auf der anderen Seite stellt die saarländische „Invasion“ aber auch die Sicherheitskräfte vor einige Herausforderungen, die FCS-Fans genießen nicht gerade den friedlichsten Ruf. Stadt, Polizei und Verein haben gemeinsam ein Konzept erarbeitet, mit dem unliebsame Vorfälle im und rund ums Stadion verhindert werden sollen.

Aber entscheidend ist natürlich auch diesmal „auffem Platz“. Sander und sein Trainerteam haben sich live beim 1:0-Sieg der Saarbrücker zum Saisonauftakt gegen Ulm und per Video ein Bild vom Gegner gemacht, der nach zwei mageren Jahren in der Vierten Liga mit aller Macht die Rückkehr in die Dritte Liga anstrebt. TuS-Trainer Sander will nicht ins Detail gehen, macht aber deutlich, was er von seinem eigenen Team erwartet: „Wir müssen nach Kräften verhindern, in Rückstand zu geraten, und uns immer wieder aus der Umklammerung lösen und Nadelstiche nach vorn setzen.“

Dieser Plan ist beim 0:0 in Walldorf weitgehend aufgegangen, mit der Einschränkung, dass beim Schlusspfiff auch auf der Habenseite die Null stand. „Das hatte aber wenig damit zu tun, dass uns die letzte Konsequenz im Abschluss gefehlt hätte“, analysiert Sander. „Nimmt man den verschossenen Elfmeter und die zwei knapp vereitelten Kopfballchancen von André Marx, dann hatte das nicht viel mit fehlender Konsequenz zu tun.“ Zumal Dejan Bozic mit seinem Kopfballtor kurz vor Schluss ja tatsächlich für ein Happy End gesorgt hätte, wenn der Schiedsrichter diesen Treffer nicht wegen eines angeblichen Foulspiels aberkannt hätte. „Ich will über dieses Tor nicht mehr reden“, gibt sich Sander zu diesem Thema kurz angebunden, „dadurch kriegen wir es im Nachhinein ja auch nicht anders gepfiffen.“

Marx bleibt Elfmeterschütze

Dass der verschossene Elfer bei Kapitän Marx Spuren hinterlässt, glaubt Sander übrigens nicht: „Nach elf oder zwölf versenkten Elfern ist ein Fehlschuss kein Beinbruch, das ist auch Thomas Müller und Mesut Özil schon passiert. Auch wenn er sich das sehr zu Herzen nimmt.“ Sollte es am Sonntag für die TuS einen Elfmeter geben, „dann tritt André wieder an, wenn er sich das zutraut“.

Noch ist Sander unschlüssig, ob er dieselbe Anfangself aufs Feld schickt wie in Walldorf. Es bieten sich mehr Alternativen, nachdem sich Michael Stahl nach seiner Muskelverletzung erfreulich schnell zurückgemeldet hat. „Michael wird auf alle Fälle im Kader stehen“, sagt Sander, „ob er von Anfang an spielt, werde ich nach den letzten Trainingseindrücken entscheiden.“ Immerhin hat er wieder die Qual der Wahl, da nur Nachwuchsmann Jordi Arndt (Knöchelverletzung) nicht zur Verfügung steht: „Das ist mir so lieber als anders herum“, gibt Sander zu.

Dass der eine oder andere Akteur übermotiviert oder nervös reagieren könnte, weil Sport1 seine Kameras am Sonntag auf dem Oberwerth aufbaut, glaubt der Coach nicht: „Für mich ist das eigentlich gar nicht erwähnenswert. Es ist eine schöne Begleitscheinung für die Jungs, dass sie sich einem größeren Publikum zeigen können, aber wenn die Fernsehübertragung negativen Einfluss hätte auf unsere Spieler, dann würde etwas nicht stimmen.“

Es ist wohl auch nicht damit zu rechnen, dass die Fußballfreunde sich durch die Übertragung vom Stadionbesuch abhalten lassen. „Das hängt vom Wetter ab“, glaubt Feldhausen, „aber die Vorhersagen sind ja positiv. Ich glaube, dass sich die echten Fans das nicht entgehen lassen, nach mehr als einem Jahr endlich wieder Regionalligafußball genießen zu können.“

Das Schlusswort gebührt Petrik Sander: „Es ist alles angerichtet, der Rahmen steht. Nun müssen wir die entsprechenden Zutaten beimengen, damit es das erhoffte Fußballfest wird.“

RZ Koblenz und Region vom Freitag, 12. August 2016, Seite 14.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://www.forza-tus.de
TuS-Thomas
Admin
Admin
TuS-Thomas

Anzahl der Beiträge : 3192
Anmeldedatum : 01.11.13
Alter : 38
Ort : Koblenz

Vorberichte: TuS Koblenz - 1. FC Saarbrücken Empty
BeitragThema: Re: Vorberichte: TuS Koblenz - 1. FC Saarbrücken   Vorberichte: TuS Koblenz - 1. FC Saarbrücken EmptyFr 12 Aug 2016 - 22:52

Zitat :
Milan Sasic im Interview vor dem Südwest-Schlager TuS gegen Saarbrücken:
Mein Herz ist blau-schwarz

Koblenz. Am Sonntag um 13 Uhr treffen im Stadion Oberwerth die alten Südwest-Rivalen TuS Koblenz und 1. FC Saarbrücken zum Kampf um Regionalligapunkte aufeinander. Wer wäre da als Gesprächspartner besser geeignet als Milan Sasic, der Fußballtrainer mit Koblenzer und Saarbrücker Vergangenheit?

Herr Sasic, welche Erfahrungen haben Sie mit dem 1. FC Saarbrücken gemacht?

Ich kam im November 2013 als Trainer nach Saarbrücken und habe in der damaligen Mannschaft höchstens fünf drittligareife Spieler gesehen. Deshalb haben wir in der Winterpause eine Menge neue Leute geholt, von denen die meisten später in der Zweiten oder Dritten Liga aufgetaucht sind. Aber bei uns blieben die Erfolge aus, und nach drei Niederlagen im neuen Jahr bin ich als Trainer zurückgetreten. Leider konnte mein Assistent und Nachfolger Fuat Kilic den Abstieg auch nicht verhindern.

Sie sind aber nach Ihrem Rücktritt beim FCS geblieben. Warum?

Ich war erst als persönlicher sportlicher Berater von Vereinspräsident Hartmut Ostermann tätig, mit dem mich bis heute ein enges Vertrauensverhältnis verbindet. Mit Trainer Kilic haben wir 2015 den Aufstieg nur verpasst, weil wir im Elfmeterschießen gegen die Würzburger Kickers einmal zu oft den Pfosten getroffen haben. Zur Saison 2015/2016 bin ich dann Geschäftsführer Sport geworden, wurde aber im folgenden April abgelöst, als das Saisonziel Aufstieg nicht mehr erreichbar war.

Damals waren sogar "Milan raus"-Rufe im Stadion zu hören. Wie weh tut das, von den Fans zum Sündenbock für die sportliche Misere gemacht zu werden?

Natürlich tut das weh. Ich war das ja nicht gewohnt, ich war gewohnt, dass die Fans mir zujubeln. Aber im Profifußball muss man auch so etwas aushalten. Ich nehme aus meinen Erfahrungen grundsätzlich immer nur das Positive mit, denn es geht um den Verein, nicht um Personen. Deshalb unterstütze ich die neue Struktur, mit der der Verein hoffentlich in Zukunft erfolgreicher sein kann.

Woran liegt es, dass der 1. FC Saarbrücken trotz gesicherter wirtschaftlicher Verhältnisse und großer Unterstützung in der Region seine Ziele immer wieder verfehlt?

Ich habe die Verhältnisse unterschätzt, als ich nach Saarbrücken kam. In einem solchen Traditionsverein gibt es nie Ruhe. Dieser Klub hat für das ganze Saarland eine zentrale Bedeutung, die Medien schreiben und senden mehr über den 1. FC Saarbrücken als über Kaiserslautern oder Duisburg. Der Nachteil ist die ständige Unruhe im Umfeld. Verschiedene Leute haben aus verschiedenen Gründen Interesse an diesem Verein, und die Interessen sind nicht im Einklang. Ich bin ja auch immer für Action, aber wenn man systematisch etwas entwickeln will, braucht man auch mal etwas Ruhe.

Welche Rolle spielt der langjährige FCS-Sponsor und -Präsident Hartmut Ostermann in diesem Geflecht?

Herr Ostermann hat in den letzten 20 Jahren den 1. FC Saarbrücken immer unterstützt, weshalb der Verein nie wirtschaftliche Probleme hatte. Trotz seiner wichtigen Rolle respektiert er die Strukturen und zeichnet sich durch soziale Kompetenz und Flexibilität aus. Einen solchen Menschen habe ich selten getroffen, er ist ein Chef, wie man ihn sich nur wünschen kann. Aber im Fußball kann man zwar die Leistung planen, den Erfolg aber leider - oder Gott sei Dank - nicht. Denken Sie nur an den Pfostenschuss in Würzburg.

Auch die Politik in Stadt und Land nimmt großen Einfluss auf das Geschehen beim FCS. Sehen Sie das positiv oder negativ?

Das sehe ich positiv. Immerhin bekommt der Klub jetzt ein neues Stadion, das Stadt und Land bauen. Das kommt zwar ein bisschen spät, ist aber sehr wichtig für den Verein, weil es Einahmen für die Zukunft garantiert. Auch wenn der 1. FC Saarbrücken seine Heimspiele in dieser Saison in Völklingen austragen muss.

Dieses Interesse der Politik am Fußballverein vermissen viele in Koblenz.

Dem kann ich aus meiner Erfahrung nicht beipflichten. Zu meiner Zeit haben die politischen Strukturen die TuS mehr als fair unterstützt. Vor allem in meiner Anfangszeit, als wir eine Million Euro Minus hatten. Da ist die Politik in Person des damaligen Oberbürgermeisters Ulrich Schulte-Wissermann an Grenzen gegangen, und nur dank dieser Unterstützung sind wir aus dieser Situation herausgekommen. Die Stadt war sogar bereit, das Stadion auf dem Oberwerth auszubauen.

Wie sehen Sie die aktuelle Entwicklung bei der TuS Koblenz?

Ich bin froh, dass die TuS nach der schweren Zeit die Kurve gekriegt hat und die Tendenz endlich wieder nach oben zeigt. Ich hatte hier fünf tolle Jahre mit zwei Aufstiegen. Meine beste Zeit im Fußball habe ich bei TuS Koblenz verbracht. Der Verein hat mir viel mehr gegeben als sportliche Erfolge, nämlich eine Heimat. Ich lebe gerne hier, bin mit meiner ganzen Familie Koblenzer geworden. Und ohne meine erfolgreiche Arbeit bei der TuS wäre ich nie Trainer in Kaiserslautern geworden und hätte nie das Pokalfinale erreicht.

Nun haben Sie ja aktuell einen guten Job als Projektplaner für Hartmut Ostermanns Hotelgruppe und haben sich vom Fußball verabschiedet. Trotzdem: Wenn TuS Koblenz Sie als Sportdirektor oder Geschäftsführer bezahlen könnte - wo würden Sie ansetzen?

Das ist eine rein theoretische Frage, oder? Ich würde zunächst versuchen, das Vertrauen von Politik, Wirtschaft und Fans zurückzugewinnen. Vertrauen gewinnt man, indem man ehrlich und respektvoll mit allen Beteiligten umgeht. TuS Koblenz braucht die Stadt und die Region, aber umgekehrt auch. Koblenz wurde nie so oft in den Medien erwähnt wie in der Zeit, als die TuS in der Zweiten Liga gespielt hat. Ist das nicht ein Fenster in die Welt, ist das nicht eine Antenne, die die Botschaft sendet, wie schön es in Koblenz ist? Und wenn man Partner sucht, darf man nicht hingehen und sagen: Gib mir Geld. Man muss Pakete schnüren und zeigen, dass sich das Engagement für die Betriebe lohnt.

Hängt der wirtschaftliche Erfolg eines Vereins nicht in erster Linie von den handelnden Personen ab?

Natürlich steht und fällt das mit den Personen. Aber man muss doch glücklich sein und Respekt ohne Ende haben, dass sich einer findet, der das ehrenamtlich übernimmt. Ein Verein ist zunächst nur ein Blatt Papier. Die ausführenden Organe, die Personen machen den Verein, nicht die Vergangenheit.

Können Sie sich vorstellen, noch einmal bei der TuS einzusteigen?

Ich habe jetzt einen guten und interessanten Job, in dem ich mich sehr wohl fühle. Aber man darf nie nie sagen, vor allem im Fußball. Egal, was wir zu wissen glauben, wir wissen nie, was morgen kommt. Wo immer ich bin, bin ich mit dem Herzen bei der TuS Koblenz.

Wer schafft eher wieder den Anschluss an den Profifußball, Saarbrücken oder Koblenz?

Das ist eindeutig: In der jetzigen Lage ist Saarbrücken klar besser aufgestellt. Ob uns das gefällt oder nicht, der wirtschaftliche Faktor ist zu bedeutend geworden.

Sind Sie am Sonntag im Stadion?

Nein, leider nicht, ich bin aus beruflichen Gründen in München. Aber hoffentlich habe ich Gelegenheit, mal in die Fernsehübertragung reinzuschauen.

Und wem gehört Ihre Sympathie am Sonntag?

Mein Herz ist blau-schwarz (lacht).

Das sind die Farben beider Klubs.

Wer mich kennt, weiß, wie ich das meine.

Quelle: http://www.rhein-zeitung.de/sport/rz-regionalsport/regionalsport-fussball-maenner-alle-meldungen/regionalsport-fussball-regionalliga/tus-koblenz_artikel,-milan-sasic-im-interview-vor-dem-suedwestschlager-tus-gegen-saarbruecken-mein-herz-ist-blauschwarz-_arid,1530648.html
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://www.forza-tus.de
 
Vorberichte: TuS Koblenz - 1. FC Saarbrücken
Nach oben 
Seite 1 von 1
 Ähnliche Themen
-
» Trauermücken
» Trauermücken
» Richtige Schnitttechnik bei Kopfstücken
» Bestimmung2
» Vermehrung aus Stengelstücken und Altbulben

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Forza TuS Board :: TuS Koblenz :: Presseschau-
Gehe zu: