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 TuS ächzt unter der Schuldenlast

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BeitragThema: TuS ächzt unter der Schuldenlast   Sa 3 Dez 2016 - 21:22

Zitat :
TuS ächzt unter der Schuldenlast
Mitgliederversammlung Koblenzer Verbindlichkeiten betragen 1,2 Millionen Euro

Lahnstein. Sportlich hat Fußball-Regionalligist TuS Koblenz derzeit wenig Grund zum Klagen. Platz neun nach 21 von 36 Spielen gibt berechtigen Anlass zur Hoffnung, dass der Traditionsklub nach dem Wiederaufstieg auch in der nächsten Saison viertklassig spielt. Dementsprechend ernteten die Fußballer und ihr Trainerteam mit Petrik Sander an der Spitze viel Beifall, als sie fast geschlossen die Mitgliederversammlung im Lahnsteiner Wyndham-Garden-Hotel besuchten. „Wir haben eine Mannschaft mit ehrgeizigen Spielern, die im Kopf gesund und fußballerisch kompetent sind“, lobte TuS-Präsident Werner Hecker die Zusammensetzung des aktuellen Teams.

Ansonsten hatte der Präsident den 104 anwesenden Mitgliedern (von insgesamt 1188, Tendenz fallend) wenig Positives zu vermelden. Im Mittelpunkt der Vorstandsarbeit steht laut Hecker nach wie vor „der Kampf um die Existenzsicherung des Vereins“, der von etlichen Rückschlägen begleitet wird. Das Insolvenzverfahren der TuS GmbH ist nach wie vor nicht beendet, „still ruht der See“, kommentierte Hecker, und der eingetragene Verein trägt schwer an den Verbindlichkeiten, die er im Zusammenhang mit dem Ende der GmbH auf sich nehmen musste.

Auf rund 1,2 Millionen Euro bezifferte Finanzchef Dirk Feldhausen den Schuldenstand der TuS. Hauptgläubiger ist das ehemalige Präsidiumsmitglied Frank Linnig, der dem Verein zwei Darlehen in der Gesamthöhe von 965 000 Euro gegeben hat. „Insgesamt ist in den vergangenen fünf Jahren mehr als die doppelte Summe von Frank Linnig an die TuS geflossen“, stellte Feldhausen klar, zurückzahlen muss der Verein aber nur den genannten Betrag.

Viel Dank an Frank Linnig

Doch auch das fällt der TuS schwer. Es ist nicht einmal gelungen, in der zweiten Jahreshälfte die vereinbarten Abzahlungen der letzten Darlehenssumme in Höhe von 170 000 Euro zu leisten, weswegen neue Modalitäten vereinbart wurden. Fünf Jahre lang wird die TuS an dieser Summe abzahlen, die Rückzahlung des mit 795 000 Euro ungleich größeren ersten Darlehens ist auf unbestimmte Zeit verschoben. „Wir sind Frank Linnig dankbar, dass er sich bereit erklärt hat, konstruktiv an einer Lösung mitzuwirken“, sang Hecker zum wiederholten Mal ein Loblieb auf den Mann, ohne dessen Unterstützung die TuS schon längst nicht mehr in der jetzigen Form existieren würde.

Im Sommer hatte Frank Linnig sein Amt im Präsidium niedergelegt, weswegen die Mitglieder nun einen Nachfolger bestimmen mussten. Einziger Kandidat war der ehemalige grüne Landtagsabgeordnete Nils Wiechmann (40), der derzeit als stellvertretender Sprecher der nordrhein-westfälischen Landesregierung fungiert und nach eigenem Bekunden „seit gut 20 Jahren mit der TuS gebangt und gezittert“ hat. Nun soll der gelernte Sportmanager das Präsidium verstärken, was die Mitglieder bei nur vier Enthaltungen guthießen.

Der Jahresabschluss nach der Saison 2015/2016 weist ein Minus von rund 263 000 Euro auf. Die Einnahmen von 975 000 Euro reichen gerade mal für den Personaletat der TuS (knapp 940 000 Euro). Die unermüdliche Suche der Verantwortlichen nach Sponsoren, um, so Hecker, „die TuS wirtschaftlich zu stabilisieren und ihre Existenz mittel- und langfristig zu sichern“, bringt nach wie vor mehr Rückschläge als Erfolge. Ein Hoffnungsschimmer war und ist das Engagement des neuen Trikotsponsors, doch ansonsten „blieb das Sponsoring weit hinter den Erwartungen“. Neben Frank Linnig dankte Hecker vor allem den Präsidiumsmitgliedern Arnd Gelhard und Hannes van Heesch für ihr finanzielles Engagement.

Ungewohnt deutliche Worte der Kritik fand Präsident Hecker für den Beschluss des Stadtrats, im kommenden Frühjahr die Laufbahn im Oberwerth-Stadion zu erneuern: „Da wird eine Maßnahme durchgeführt, die zehn bis 15 Leichtathleten zugutekommt, während aus politischen Gründen Dinge nicht passieren, die objektiv passieren müssten.“

Klub hofft auf den Pokalsieg

Gemeint ist in erster Linie die Renovierung der maroden Umkleidekabinen (Hecker: „Die einzig wirksame Maßnahme wäre der Abriss“), die nach wie vor nicht im Fokus der Verantwortlichen steht, „weil der politische Wille nicht gegeben ist“. Unabhängig von dieser Kritik lobte Hecker die städtischen Mitarbeiter, die rund ums Oberwerth-Stadion im Einsatz sind und „die uns alle Wünsche erfüllen, die sie können“. Wie will die TuS Koblenz nun aber die anhaltende finanzielle Schieflage in den Griff bekommen?

Zum einen appellierte Werner Hecker erneut an die Mitglieder, mögliche Sponsoren anzusprechen: „Wenn Sie jemanden kennen, der uns helfen kann, melden Sie sich, ob das der Bäcker oder der Metzger ist oder wer auch immer.“ Große Hoffnungen setzt die TuS auch wieder in den Pokalwettbewerb. Als Rheinlandpokalsieger könnte der Verein eine beträchtliche Summe einstreichen. Hecker wandte sich an die Mannschaft: „Tut bitte alles dafür, dass wir dieses große Ziel erreichen. Es wäre so wichtig für den Verein, dieses Geld zu bekommen.“ Bis ins Halbfinale hat es die TuS Koblenz in dieser Saison immerhin schon geschafft. Noch lebt die Hoffnung.

RZ Koblenz und Region vom Samstag, 3. Dezember 2016, Seite 27.
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BeitragThema: Re: TuS ächzt unter der Schuldenlast   Sa 3 Dez 2016 - 21:24

Zitat :
Nils Wiechmann neu ins TuS-Präsidium gewählt
Einstimmiges Votum bei der Mitgliederversammlung

Das Präsidium der TuS Koblenz ist wieder vollzählig. Im Rahmen der gestrigen Mitgliederversammlung wurde Nils Wiechmann von den 104 anwesenden Mitgliedern einstimmig bei vier Enthaltungen zum Präsidiumsmitglied für Kommunikation gewählt. Die Neuwahl war nach dem Ausscheiden von Frank Linnig zum 1. Juli 2016 notwendig geworden. „Seit vielen Jahren schon verfolge ich als Fan und Mitglied sehr intensiv die Geschicke rund um die TuS. Gemeinsam haben wir sicherlich eine Menge Arbeit vor uns liegen. Ich möchte gerne mit anpacken und meinen Teil dazu beitragen, dass wir optimistisch in die Zukunft blicken können“, erklärte Wiechmann.

Zu Beginn der rund 90 minütigen Mitgliederversammlung im Wyndham Garden Hotel Koblenz-Lahnstein warf Vereinspräsident Prof. Dr. Werner Hecker einen Blick zurück auf die abgelaufene Saison in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Mit 14 Punkten Vorsprung gegenüber dem Verfolger SC Hauenstein gelang der Mannschaft von Cheftrainer Petrik Sander der sofortige Wiederaufstieg in die Regionalliga Südwest. „Wir haben die Liga dominiert. Das war eine veritable Glanzleistung aller Beteiligten“, stellte Hecker voller Stolz fest. Auch mit dem bisherigen Saisonverlauf eine Etage höher könne man zufrieden sein. „Unter Ergänzung der Leistungsträger des Oberliga-Teams wurde eine Mannschaft gebildet, die sich insbesondere auch durch den Willen, erfolgreich sein zu wollen, von früheren TuS-Mannschaften unterscheidet“, hob der Vereinspräsident hervor.

Ähnlich erfreulich sehe es im Jugendbereich aus. „Da wachsen Talente heran“, so Hecker. Sie seien ein Beleg dafür, dass „es sich bei allen Schwierigkeiten lohnt, die Bemühungen um unseren Nachwuchs auf einem hohen Niveau zu erhalten“. Einen Dank sprach Hecker dabei auch an die Eltern der Jugendspieler aus: „Ohne sie wäre erfolgreicher Jugendfußball bei TuS Koblenz nicht möglich. Die Eltern betreiben einen erheblichen Zeit- und Fahraufwand, um ihre Kinder zu den Spielen zu bringen.“

Der TuS-Präsident fand in seinem Geschäftsbericht aber auch kritische Worte. Noch immer seien die Trainingsbedingungen für die Jugendmannschaften „völlig unzureichend. Es ist für eine Stadt wie Koblenz kein Ruhmesblatt, dass sie nicht in der Lage ist, den leistungssportbetreibenden Jugendmannschaften geeignete Trainings- und Spielstätten zur Verfügung zu stellen.“

Weiterhin betonte Hecker, dass das Bestreben, den Verein „am Leben zu erhalten“, auch in den vergangenen zwölf Monaten die zentrale Aufgabe des Präsidiums gewesen sei. In diesem Zusammenhang konnte der 66-Jährige auch Erfreuliches berichten: „Wir sind bei unseren Bemühungen auf Partner gestoßen, denen der Verein eine Herzensangelegenheit ist. Sie sind der Überzeugung, dass die Existenz der TuS unbedingt gesichert werden muss. Mit ihrer Hilfe hoffen wir inständig, dass es uns gelingen wird, den Klub zeitnah in sichere Bahnen zu lenken.“

Ein besonderes Bedürfnis war es Hecker, den vielen ehrenamtlichen Helfern zu danken: „Ohne sie ist diese TuS nicht denkbar.“ Mit einem Appell an die Mitglieder beschloss der Präsident schließlich die Versammlung: „Machen Sie Werbung für die TuS und helfen Sie uns dabei, die wirtschaftliche Situation zu verbessern. Unterstützen Sie uns bei unseren Bemühungen um den Erhalt des Vereins. Sagen Sie Ihren Freunden und Bekannten, dass es wieder Spaß macht, die Spiele der TuS anzuschauen. Lassen Sie uns gemeinsam unser Bestes geben.“

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