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 Linnig will nicht Präsident von TuS Koblenz sein

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TuS-Thomas
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BeitragThema: Linnig will nicht Präsident von TuS Koblenz sein   Di 25 Apr 2017 - 12:11

Zitat :
Linnig will nicht Präsident von TuS Koblenz sein

Fußball Sponsor nennt „persönliche Gründe“ – Vorstandsmitglied Gelhard hält sich bedeckt

Koblenz. Wohin führt der Weg der TuS Koblenz? Sportlich spielt der Traditionsverein derzeit in der Fußball-Regionalliga eine unverhofft gute Rolle, wirtschaftlich sieht es hingegen düster aus. Darauf hat TuS-Trainer Petrik Sander vor einigen Tagen in einem als Hilferuf zu deutenden Interview mit unserer Zeitung hingewiesen. Die personelle Leerstelle an der Vereinsspitze, die durch den gesundheitsbedingten Rücktritt des langjährigen TuS-Präsidenten Werner Hecker zu Jahresbeginn entstanden ist, muss bis zur außerordentlichen Mitgliederversammlung am 1. Juni gefüllt werden.

Mit dieser Personalentscheidung werden gewiss auch Aufschlüsse über die künftige Ausrichtung der TuS verbunden sein. Nicht zuletzt deshalb wird kräftig spekuliert über den neuen Präsidenten. Wir liefern Fakten.

Eins steht fest: Frank Linnig wird es nicht. „Ich werde als Kandidat für das Präsidentenamt nicht zur Verfügung stehen. Der Verein weiß das auch“, nimmt der langjährige Sponsor, Darlehensgeber und Vorständler der TuS Koblenz auf Nachfrage unserer Zeitung Stellung. Linnig räumt ein, dass er „in der Tat mit dem Gedanken gespielt“ hat. Doch „am Ende des Tages haben mehr Argumente dagegen gesprochen als dafür“, sagt er und gesteht: „Die Gründe für meinen Verzicht sind auch persönlich und subjektiv.“

Natürlich hat Frank Linnig mitbekommen, dass er mit seiner bisweilen schroffen Art polarisiert. Dennoch unterstellt er denen, die sich als seine Gegner profilieren und sich früh gegen seine mögliche Kandidatur ausgesprochen haben, ein „Wahrnehmungsproblem“. Denn bekannt ist auch, dass der Verein TuS Koblenz ohne die regelmäßigen Zuwendungen Linnigs, sei es als Darlehen oder als Sponsorengabe, schon längst nicht mehr in der derzeitigen Form existieren würde.

So wird es die Mitglieder und Fans der TuS wohl beruhigen, wenn sie hören, dass sich an der Grundeinstellung des Hauptgläubigers nichts ändert. „Ich bin nach wie vor bereit, dem Verein zu helfen und ihm, soweit es geht, entgegenzukommen.“ Zur Debatte stehen die Modalitäten für die Rückzahlung der knappen Million Euro, die die TuS Koblenz Frank Linnig schuldet. „Ich habe kein Interesse daran, den Verein kaputtzumachen“, versichert Linnig erneut. Nicht zuletzt deshalb, weil er im Falle eines finanziellen Zusammenbruchs der TuS selbst wohl gänzlich leer ausgehen würde.

Seinen Herzensverein aber in einer offiziellen Funktion zu repräsentieren, dieser Zug ist für Frank Linnig offenkundig abgefahren. „Ich eigne mich ja gern als Buhmann“, sagt er mit einer Spur Sarkasmus, „aber man muss das ja nicht übertreiben.“

Wie wäre es dann mit Arnd Gelhard? Unter Insidern gilt der Managing Director einer Firma für Naturdärme aus dem Westerwald als einer der Favoriten für das Präsidentenamt bei TuS Koblenz. Gelhard, aktuell Vorstandsmitglied der TuS mit Zuständigkeit für die Jugendabteilung, ging aus einer dubiosen Internet-Umfrage sogar als klarer Sieger hervor. „Diese Umfrage fand ich gar nicht lustig, sondern eher überflüssig“, distanziert sich Gelhard. Zu eventuellen Ambitionen auf das höchste Amt im krisengeschüttelten Verein nimmt er allerdings nicht klar Stellung. „Ich habe mich nie angeboten“, sagt er, „ich weiß nicht, wer mich ins Gespräch gebracht hat.“

Seit er im November 2014 als Verantwortlicher für den Jugendbereich ins Präsidium gewählt wurde, hat auch Arnd Gelhard gemischte Erfahrungen beim Koblenzer Vorzeigeverein gemacht: „Ich bin da viel tiefer reingerutscht, als ich das jemals wollte“, gesteht er und fügt – mit Blick aufs Präsidentenamt? – hinzu: „Diesen Zeitaufwand schaffe ich einfach nicht.“ Für den besten denkbaren Kandidaten hält er sich ohnehin nicht: „Meine persönliche Meinung: Der Präsident der TuS müsste aus Koblenz kommen“, sagt er, „aber mit dem bisherigen Treiben im Verein möglichst wenig zu tun haben.“

Die aktuelle finanzielle Notlage des Vereins, kürzlich von TuS-Trainer Petrik Sander im Interview mit unserer Zeitung beklagt, ist auch Gelhard bewusst. Seine Schlussfolgerung: „Sollten wir nicht bei der TuS anfangen, ehrlich zu sein und nur das ausgeben, was wir haben?“ Wenn die Vereinsverantwortlichen sich „Monat für Monat“ den Kopf darüber zerbrechen, wie sie ihren laufenden Verpflichtungen nachkommen können, so Gelhard, „da bleibt zu viel liegen, worum man sich kümmern müsste“. Sanders Wunsch, der Verein müsse ihm ein Signal übermitteln, beantwortet Gelhard so: „Der Trainer weiß, welchen Etat er zur Verfügung hat, aber er ist damit nicht zufrieden.“ Kein Wunder, wird der künftige Haushalt für die erste Mannschaft nach aktuellem Stand sogar noch unter dem liegen, was der Trainer für die laufende Spielzeit zur Verfügung hat. „Es stimmt auch, dass der Etat vor dieser Spielzeit im Vergleich zur Oberliga nicht erhöht wurde“, sagt Gelhard, „aber wir hatten in der Oberliga einen Regionalliga-Etat.“

Gelhards Alternative lautet: „Wir müssen mehr auf unsere Jugend bauen. Derzeit bilden wir Spieler für alle anderen Vereine aus, nur nicht für uns selbst.“ Und wenn deren Qualität für die Anforderungen eines Viertligisten nicht ausreicht, dann scheut Gelhard vor der auch von Trainer Sander gestellten „Gretchenfrage“ nicht zurück: „Was ist gewollt in Koblenz, ist Profifußball in dieser Stadt überhaupt möglich?“ Diese Frage so zu stellen, heißt schon fast, sie zu beantworten, denn: „Wir haben zu wenig Zuspruch von Sponsoren, auch die Politik steht nicht gerade hinter uns. Und mehr als 1600 Zuschauer kommen offenbar nicht ins Stadion, egal ob wir gut spielen oder schlecht.“

Bleibt die Frage, wer in Zukunft als Präsident die Richtung vorgibt, die der Traditionsverein einschlagen soll. Gelhard versichert: „Wir werden am 1. Juni einen Kandidaten vorstellen. Ich weiß aber nicht, ob der dann Glückwünsche verdient oder Beileidsbekundungen.“ Am Mittwoch tritt das Präsidium zusammen. „Kann sein, dass schon nach dieser Sitzung weißer Rauch aufsteigt“, gibt sich Gelhard optimistisch. Dass er selbst dabei eine Schlüsselrolle spielt, will er nicht ausschließen: „Alles ist möglich.“

RZ Koblenz und Region vom Dienstag, 25. April 2017, Seite 13.
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