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 Bagger verdrängen die TuS Koblenz aus ihrem Wohnzimmer

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TuS-Thomas
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BeitragThema: Bagger verdrängen die TuS Koblenz aus ihrem Wohnzimmer   Bagger verdrängen die TuS Koblenz aus ihrem Wohnzimmer EmptySa 13 Mai 2017 - 11:44

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Stadion Oberwerth: Bagger verdrängen die TuS Koblenz aus ihrem Wohnzimmer

Koblenz. Am Montag nach dem letzten Heimspiel der Regionalliga-Fußballer von TuS Koblenz gegen den VfB Stuttgart II (Samstag, 13. Mai, 14 Uhr) rollen im Oberwerth-Stadion die Bagger ein. Längst überfällig, werden viele regelmäßige Stadionbesucher und -benutzer finden. Doch der Grund für die Baumaßnahmen mag so manchen überraschen: Für 1,2 Millionen Euro Baukosten wird die Tartanbahn erneuert.

Eine Renovierung der teils maroden Tribünen oder gar der hygienisch bedenklichen Umkleide- und Sanitäreinrichtungen ist laut dem Stadtratsbeschluss vom vergangenen September nicht geplant. Die TuS-Fußballer sind von der Baumaßnahme dennoch unmittelbar betroffen. Unser Sportredakteur Stefan Kieffer beantwortet die wichtigsten Fragen:

Was bedeutet der Umbau für die Fußballer von TuS Koblenz?

Aktuell geht es für die TuS-Verantwortlichen darum, die Folgen der Baumaßnahme zu eruieren und den Schaden für den Verein möglichst gering zu halten. Ursprünglich hatte die Baufirma nämlich mitgeteilt, während der Bauzeit, die bis Mitte September angesetzt war, könne im Stadion kein Fußballspiel stattfinden. Da die neue Regionalligasaison am letzten Juli-Wochenende beginnt und bis zum 10. September acht Spieltage vorsieht, könnte die TuS nach dem ursprünglichen Bauplan wohl vier angesetzte Heimspiele nicht am üblichen Ort austragen und bliebe acht Wochen lang ohne Zuschauereinnahmen. Doch dieses Schreckensszenario ist bereits deutlich abgeschwächt. „Die Baufirma hat uns versichert, dass sie die Arbeiten schnellstmöglich durchführt“, verkündet TuS-Vizepräsident Hannes van Heesch, der sichtlich bemüht ist, kein Öl ins Feuer zu gießen. Dennoch dürfte der Spielbetrieb in den Sommermonaten empfindlich beeinträchtigt werden.

Wie lange muss die TuS auf ihre Heimspielstätte verzichten?

Bevor die Bagger mit dem Buddeln beginnen, sieht sich der Kampfmittelräumdienst das Gelände an. Nur wenn die Sprengstoffexperten die eine oder andere Weltkriegsbombe oder ähnlich gefährliches Gerät finden, würde sich der Baubeginn verzögern. Ansonsten herrscht Zuversicht, dass das Stadion den Fußballern schon einen Monat früher als ursprünglich geplant, also etwa ab Mitte August, wieder zur Verfügung steht. „Wir brauchen kein Ausweichstadion“, beruhigt van Heesch die Gemüter, „es kann sein, dass wir für zwei oder drei Spiele das Heimrecht tauschen müssen, vielleicht können wir aber auch auf einem leicht verkleinerten Spielfeld antreten.“

Kann der Verein trotz der Baumaßnahmen zu Hause spielen?

Diese Variante bestätigt Felix Wiedemann, stellvertretender Geschäftsführer der für den Spielbetrieb zuständigen Regionalliga Südwest GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts): „Wir stehen mit dem Koblenzer Verein in regem Kontakt“, sagt Wiedemann. Für mindestens vier Punktspiele das Heimrecht zu tauschen, wie es die Stadt Koblenz vorgeschlagen hatte, das geht laut Wiedemann „natürlich nicht“. Doch eine Reduzierung der Spielfeldmaße um vier Meter in der Breite und fünf Meter in der Länge, also 64 mal 100 statt, wie aktuell, 68 mal 105, das entspreche noch der Norm. „Wichtig ist, dass von der Torauslinie vier Meter und von den Seitenlinien zwei Meter Auslaufzone zur Verfügung stehen“, erklärt Wiedemann. Was nicht überall problemlos gelingt: Beim diesjährigen Regionalliga-Absteiger FC Nöttingen beispielsweise, so berichtet Wiedemann, endet die genau vier Meter lange Auslaufzone hinter dem Tor an einer Steinmauer.

Die Regionalliga-Verantwortlichen gehen also davon aus, dass die Baumaßnahmen im Oberwerth-Stadion den Spielbetrieb nur geringfügig beeinträchtigen. „Wir werden uns rechtzeitig anschauen, wie der Baustand ist und ob zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen notwendig sind“, versichert Wiedemann, „und bei der Erstellung des Spielplans für die neue Saison werden wir die Koblenzer Situation auch berücksichtigen.“ So darf die TuS jetzt schon damit rechnen, mit einer Auswärtspartie in die Spielzeit zu starten, womit schon eine Woche gewonnen wäre.

Wo könnte ein eventuelles DFB-Pokalspiel der TuS stattfinden?

Wenn die TuS das Rheinlandpokal-Endspiel am 25. Mai gegen Eintracht Trier gewinnt, winkt den Koblenzern am zweiten AugustWochenende ein Knüllerspiel in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals gegen einen Profiklub aus der ersten oder zweiten Bundesliga. Für eine solche Partie muss sich die TuS wohl eine alternative Spielstätte suchen; Mainz und Köln kommen da am ehesten infrage. Vorausgesetzt, die Koblenzer Fußballer holen den Pokal.

Warum braucht das Stadion überhaupt eine neue Tartanbahn?

„Die Erneuerung der knapp 40 Jahre alten Kunststofflaufbahn war notwendig, weil sie insbesondere bei Regen nicht mehr verkehrssicher war“, erklärt die Stadt Koblenz in einer Pressemeldung die überfällige Maßnahme. „Bei schlechter Witterung mussten Wettkämpfe, etwa Bundesjugendspiele der Schulen, abgesagt werden, da mehrere Bahnen spiegelglatt waren.“ Außerdem steht der Neubau der Laufbahn in Zusammenhang mit dem Bau eines neuen Entwässerungssystems, das von der Oberen Wasserbehörde eingefordert wird, da das Stadion in einer Wasserschutzzone liegt.

Der damalige TuS-Präsident Werner Hecker fand in der letzten Mitgliederversammlung des Traditionsvereins im Dezember deutliche Worte: „Da wird eine Maßnahme durchgeführt, die zehn bis 15 Leichtathleten zugutekommt, während Dinge nicht passieren, die objektiv passieren müssten, weil der politische Wille fehlt.“

Warum werden in diesem Zuge nicht auch die Umkleiden saniert?

„Der Wille ist da, allein, es fehlt die Kohle“, sagt Monika Sauer, sportpolitische Sprecherin der CDU im Koblenzer Stadtrat sowie im Ehrenamt Vorsitzende des großen Koblenzer Sportvereins CTG und Präsidentin des Sportbunds Rheinland. „Für eine Sanierung der Duschen und WC-Anlagen bekamen wir keine Bewilligung vom Ministerium.“

Die Prioritäten anders zu setzen, also erst die Infrastruktur zu verbessern und dann die Laufbahn zu erneuern, wie es TuS-Trainer Petrik Sander vor einigen Wochen im Interview mit unserer Zeitung vorgeschlagen hatte, kommt für Sauer nicht infrage: „Zuerst kommt der Sport, dann die Infrastruktur. Und es gibt ja nicht nur Fußball in Koblenz.“

Ähnlich äußert sich Fritz Naumann, der sportpolitische Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion: „Es gibt 150 Sportvereine in Koblenz, und die TuS ist nur einer davon. Wir haben eine Vielzahl von ähnlichen Baustellen, schauen Sie sich nur mal die Umkleideräume auf Schmitzers Wiese an. Der Profifußball oder der Fast-Profifußball darf andere Dinge nicht überlagern.“

Wem nützt der Neubau der Laufbahn im Stadion?

Es gibt tatsächlich mehr als „zehn bis 15“ Leichtathleten, die regelmäßig auf dem Oberwerth trainieren; vier Vereine betreiben hier ihr Leichtathletiktraining, daneben finden im Stadion alljährlich die Bundesjugendspiele der Koblenzer Schulen statt. Ist die kleine, aber feine Leichtathletik-Gemeinde also nun glücklich, dass sie endlich eine neue Laufbahn bekommt? Holger Klein vom SSC Karthause, der unter anderem mit der angehenden Weltklasse-Siebenkämpferin Celina Leffler im Oberwerth-Stadion trainiert, hält die städtische Planung für „totalen Quatsch“. Nach seiner Meinung kommt die Maßnahme nicht nur „zehn Jahre zu spät“, sondern ist auch überdimensioniert: „Statt riesige Löcher aufzureißen, hätte es genügt, die bestehende Laufbahn zu renovieren“, ist Klein überzeugt, „fünf bis sechs Millimeter abfräsen, neuen Guss drüber und fertig. Das gesparte Geld hätte man dann in die Umkleideräume und die sanitären Anlagen stecken können. Darin bin ich mir auch mit Herrn Sander einig.“ Diesen Einwand will Fritz Naumann nicht kommentieren: „Als Freizeitpolitiker kann ich ja nicht die Ingenieur-Leistungen infrage stellen. Wir bekommen ein Konzept vorgelegt, in dem die Notwendigkeit einer Maßnahme begründet wird, und darüber stimmen wir ab.“ Monika Sauer verweist zudem darauf, dass „beim desolaten Zustand der Tartanbahn und der Sprunggruben auf dem Oberwerth derzeit keine größere Leichtathletik-Veranstaltung stattfinden kann“.

Gibt es auf dem Oberwerth bald wieder Leichtathletik-Sportfeste?

Die Hoffnung, auf einer renovierten Tartanbahn eines Tages wieder spektakuläre Leichtathletik-Events austragen zu können, nimmt Holger Klein den Optimisten: „Internationale Sportfeste verlangen zwingend acht Laufbahnen, wir haben aber nur sechs“, rechnet er vor und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Das höchste, was man in diesem Stadion austragen kann, ist eine deutsche Meisterschaft im Mehrkampf weiblich.“

Was wird nun aus den maroden Umkleiden und Sanitäranlagen?

Hier gibt es vielleicht Licht am Ende des Tunnels. TuS-Vize van Heesch berichtet, dass der Verein „ein bisschen was in Eigenregie“ unternehmen will. Sprich: Mit freiwilligen Helfern und dem Sport gewogenen Fachleuten könnte die TuS den derzeitigen Zustand aus eigener Kraft verbessern. Mit oder ohne die Hilfe der Politik.

Quelle: http://www.rhein-zeitung.de/sport/rz-regionalsport/regionalsport-fussball-maenner-alle-meldungen/regionalsport-fussball-regionalliga_artikel,-stadion-oberwerth-bagger-verdraengen-die-tus-koblenz-aus-ihrem-wohnzimmer-_arid,1649453.html
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