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 DFB-Pokal-Vorberichte: TuS Koblenz - Dynamo Dresden

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TuS-Thomas
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BeitragThema: DFB-Pokal-Vorberichte: TuS Koblenz - Dynamo Dresden   Do 10 Aug 2017 - 11:05

Zitat :
In Zwickau schwindet die Angst vor dem Pokalkracher

Fußball „Nur“ Sicherheitsstufe Gelb – Fans von Dynamo sammeln 3500 Euro für Koblenzer Anhänger

Zwickau/Koblenz. Für den Zweitligisten Dynamo Dresden hat das Erstrundenspiel im DFB-Pokal gegen Regionalligist TuS Koblenz offenbar keinen allzu hohen Stellenwert. Schon 18 Stunden nach dem Anpfiff der Pokalpartie im Zwickauer Stadion stehen die Dynamo-Profis schon wieder auf dem Platz für ein Testspiel beim sächsischen Regionalligisten VfB Auerbach, frei nach dem Motto: zweimal gegen Viertligisten ist so gut wie ein Zweitliga-Punktspiel.

Vielleicht wäre das anders gewesen, wenn die Sachsen, wie es die Auslosung eigentlich vorsah, zu einem Auswärtsspiel an den Rhein hätten reisen müssen. Doch wegen der sattsam bekannten Umstände findet das Heimspiel der Koblenzer nun am Freitag um 19 Uhr in Zwickau statt, mehr als 400 Kilometer vom Rhein-Mosel-Eck, aber nur gut 100 Kilometer von Dresden entfernt.

Trotzdem sind bislang erst rund 4000 Eintrittskarten an Dynamo-Anhänger verkauft worden, und das Interesse der Zwickauer Fußballfans richtet sich eher aufs Freundschaftsspiel des heimischen Drittligisten FSV gegen Bundesligist Borussia Dortmund am Sonntag an gleicher Stelle.

Doch auch die Anhänger der TuS werden das Stadion wohl nicht vollmachen. Immerhin wird ein zweiter Bus, voll mit den Mitgliedern eines TuS-Fanclubs nach Zwickau fahren. Die Mitfahrkosten im ersten, vom Dachverband Koblenzer Fanclubs (DKF) gecharterten, Reisebus konnten dank eines Zuschusses von Sponsor Frank Linnig auf 15 Euro reduziert werden. Apropos Zuschuss: Ungebremst fließen auch die Klein- bis Mittelspenden der Dresdner Fans, um möglichst vielen Koblenzer Kollegen die Fahrt nach Zwickau und eventuell auch die Übernachtung im Osten zu ermöglichen. Gestern Nachmittag bewegte sich die Spendensumme laut TuS-Vizepräsident Hannes van Heesch um die 3500 Euro.

Auch wegen dieser neu entstehenden „Fanfreundschaft“ zwischen Dresden und Koblenz haben die Sicherheitskräfte in Zwickau davon abgesehen, die Pokalpartie am Freitagabend mit der Sicherheitsstufe „Rot“ zu versehen. „Wir haben mit dem guten Verhältnis argumentiert, das mittlerweile zwischen den Fangruppen besteht“, berichtet van Heesch von den Gesprächen, die TuS-Vertreter zu Wochenbeginn vor Ort in „großer Runde“, sprich mit Polizei, Rotem Kreuz, Feuerwehr, der Stadionbetreibergesellschaft und eben auch Dynamo-Fangruppen geführt haben. Das Ergebnis: Die Partie bekommt „nur“ das Risiko-Siegel „Gelb“, was den Koblenzern als „Heimverein“ eine Menge zusätzlicher Kosten erspart. „Trotzdem werden 250 bis 300 Ordner eingesetzt“, berichtet van Heesch, „ich kann mir nicht vorstellen, dass da etwas passiert.“

Trotzdem mussten die TuS-Vetreter zustimmen, dass Koblenzer Fans auf der Haupttribüne des Zwickauer Stadions keine blau-schwarzen Fanutensilien zur Schau stellen dürfen. „Unsere Fans haben ja ihre eigene Tribüne“, beschwichtigt van Heesch, „auf der Haupttribüne betrifft das vor allem Ehrengäste und solche Zuschauer, die lieber sitzen wollen. Aber die Dresdner Anhänger werden dort deutlich in der Überzahl sein.“

So wird wohl auch der Koblenzer Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig seinen Fanschal im Auto lassen müssen. Der selbst erklärte Fußballfan hat der TuS, wie berichtet, eine Riesenfreude gemacht, als er dem Verein einen Zuschuss von 50 000 Euro versprach. Damit kann die TuS die Zusatzkosten, die durch das „Heimspiel in der Fremde“ für Stadionmiete, Sicherheit und vieles mehr entstehen, deutlich reduzieren. In langen und ausführlichen Gesprächen ist wohl auch bei der Stadt die Einsicht gereift, „dass die TuS diese Kosten nicht allein tragen kann“, sagt van Heesch.

Und schließlich hat sogar der Zweitligist aus Dresden angedeutet, sein Scherflein beizutragen, damit TuS Koblenz finanziell halbwegs unbeschadet aus dieser vom Verein nicht verschuldeten Misere herauskommt. „Darüber werden wir endgültig sprechen, wenn die Abrechnung vorliegt“, sagt van Heesch.

Der TuS-Vize, der bekanntlich selbst der Fanszene entstammt und ihr nach wie vor sehr verbunden ist, hat übrigens auch ein Beispiel fußballerischer Nächstenliebe geliefert. Als er im Internet von einem 14-jährigen Fußballfan las, der nicht zum Pokalspiel kommen kann, weil seine vaterlose Familie sich die Reise nach Zwickau nicht leisten kann, da bot van Heesch spontan an, den Jungen auf eigene Kosten mitzunehmen. Die positive Resonanz in den sozialen Netzwerken war und ist gewaltig.

RZ Koblenz und Region vom Donnerstag, 10. August 2017, Seite 15.
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BeitragThema: Re: DFB-Pokal-Vorberichte: TuS Koblenz - Dynamo Dresden   Fr 11 Aug 2017 - 9:30

Zitat :

TuS Koblenz träumt vom Pokalcoup in der Fremde
DFB-Pokal Sanders Team will sich in Zwickau gegen Dresden gut verkaufen

Koblenz. Gestern Mittag, kurz nach 13 Uhr, begann für die Fußballer von TuS Koblenz die weiteste Fahrt, die je eine Mannschaft des Traditionsvereins zu einem Heimspiel unternommen hat. Vor der Abfahrt des Reisebusses ins rund 430 Kilometer entfernte Zwickau, wo der Rheinlandpokalsieger am heutigen Freitag (19 Uhr) sein „Heimspiel“ in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den Zweitligisten Dynamo Dresden spielen muss, informierten Vorstandsmitglied Nils Wiechmann und Trainer Petrik Sander über die letzten Details zu der Partie, die eigentlich das Spiel des Jahres hätte werden sollen für TuS Koblenz, die sich nun aber angesichts der bekannten Begleitumstände zu einer „Mission impossible“, einer wohl unlösbaren Aufgabe für die Viertligakicker entwickelt hat.

Doch wer weiß? Sander suchte vergeblich nach dem Phrasenschwein („Fünf Euro? Oder drei?“), als er den Klassiker aller Fußballer-Weisheiten zum Besten gab: „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze.“ Konkreter: „Wir wissen ja, dass wir nicht weiterkommen, ohne ein Tor zu erzielen. Ich bin überzeugt, dass wir in Zwickau wenigstens eins schießen.“ Das wäre schon mal eine solide Grundlage für die Sensation, von der so mancher Koblenzer Fußballfan mehr oder weniger insgeheim träumt.

Auch Kapitän André Marx, in der vergangenen Saison mit sieben Treffern erfolgreichster Torschütze der TuS, weiß, dass Kaltschnäuzigkeit gefragt ist: „Wir müssen so lange wie möglich ohne Gegentor bleiben, und wenn Dresden uns die Möglichkeit zum Kontern gibt, müssen wir so ein Ding einfach reinmachen“, umreißt der treffsichere Innenverteidiger die Taktik.

Sein Coach hält sich wie üblich bedeckt, was konkrete Auskünfte angeht. Ob Daniel von der Bracke nach seiner Rotsperre in die Position neben Marx zurückkehrt oder Michael Schüler (Sander: „Er hat seine Aufgabe gegen Freiburg ganz gut erfüllt, und das Tor gibt ihm Selbstvertrauen“) aufläuft, will Sander kurzfristig entscheiden.

Seine Vorhersage zum Spielverlauf überrascht ebenfalls nicht: „Dynamo Dresden wird viel an Druck ausüben, und wir müssen uns von Beginn an wehren und uns schnell an die Atmosphäre gewöhnen. Dann sollten wir versuchen, Nadelstiche zu setzen.“

Überheblichkeit will Dresdens Trainer Uwe Neuhaus bei seinem Team auf keinen Fall zulassen: „Die größte Gefahr wäre, den Gegner zu unterschätzen. Wir nehmen die Favoritenrolle an. Alles spricht für uns, aber gerade das ist gefährlich“, warnte der Dynamo-Coach gestern und vergaß auch nicht ein Kompliment für den Kollegen: „Ich weiß, dass Petrik Sander seine Mannschaft sehr gut auf den Gegner einstellt.“

Im Hotel in Zwickau stimmte Petrik Sander gestern Abend sein junges Team mit einer Videoanalyse auf die Dresdner ein, deren Auswärtsspiel in St. Pauli (2:2) er am Montagabend natürlich verfolgt hat: „Das war schon gut, was Dynamo da gespielt hat.“ Am Morgen vor dem Spiel stehen nach einem zeitigen Frühstück Lockerungsübungen auf dem Programm, nach Mittagessen und Ausruhen gibt's Kaffee und Kuchen, und um 17.15 Uhr rollt der Bus vom Hotel zum Stadion.

Das Thema „Heimspiel in Zwickau“ lässt sich natürlich nicht ausblenden. „Das ist schon ein Wermutstropfen, der die Vorfreude ein wenig getrübt hat“, räumt Kapitän Marx ein, und sein Trainer weiß: „Wir werden gegen den klassenhöheren Gegner natürlich die heimische Umgebung vermissen. Bei unseren Pokalsiegen gegen Düsseldorf und Hertha BSC hatten wir diese Macht im Rücken.“

Gutes Stichwort: Am 26. Oktober 2010 war's, da feierte die TuS ihren letzten und wohl spektakulärsten Sieg im DFB-Pokal mit Michael Stahls „Tor des Jahres“aus 57 Metern. Am Ende hieß es 2:1 für den damaligen Drittligisten gegen den Erstligisten Hertha BSC Berlin. Mag sein, dass „Stahli“, der neben Petrik Sander als einziger aus dem heutigen Kader damals schon dabei war, den jungen Kollegen zur Motivationssteigerung ein paar Heldengeschichten erzählen darf.

Die ungewöhnlichen Umstände dieser Pokalansetzung haben bundesweit Beachtung gefunden, wie auch die nicht alltägliche Hilfsaktion der Dresdner Fans, die inzwischen schon fast 4000 Euro überwiesen haben, um möglichst vielen Koblenzer Kollegen die Anreise zu ermöglichen. „Das wirft ein ganz anderes Licht auf die oft gescholtene Dresdner Fanszene“, lobt Nils Wiechmann die Aktion, „ich bin ganz sicher, dass es in Zwickau keine bösartige Stimmung geben wird.“ Auch Sander hat alles andere als Angst vor den gelb-schwarzen Anhängern: „Ich muss mal eine Lanze brechen für die Dresdner Fans“, sagte er, „da wird viel Mist erzählt. Manche Vorfälle lösen wohl ein Kopfschütteln aus, aber sie haben ein absolutes Gespür für sportliche Dinge, wie die Aktion für unsere Fans zeigt.“ Rund 500 Koblenzer, vielleicht auch ein paar Dutzend mehr, erwartet Vorstandmitglied Wiechmann in Zwickau. An der Tageskasse werden auch Kurzentschlossene noch eine Eintrittskarte bekommen. Ganz wichtig: Wer sein Ticket fürs Pokalspiel aufhebt, bekommt freien Eintritt für ein Regionalliga-Heimspiel der TuS im Stadion Oberwerth – wenn dort wieder gespielt werden darf.

RZ Koblenz und Region vom Freitag, 11. August 2017, Seite 13.
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