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 DFB-Pokal-Spielberichte: TuS Koblenz - Dynamo Dresden 2:3 (1:1)

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TuS-Thomas
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BeitragThema: DFB-Pokal-Spielberichte: TuS Koblenz - Dynamo Dresden 2:3 (1:1)   Sa 12 Aug 2017 - 3:43

Zitat :
TuS verpasst gegen Dresden die Sensation
Koblenz Turbulentes Ende beim 2:3 in Zwickau

Zwickau. Fußball-Regionalligist TuS Koblenz hat die unendliche Geschichte um das DFB-Pokalspiel gegen Dynamo Dresden nicht zu einem glücklichen Ende führen können. Der Mannschaft von TuS-Trainer Petrik Sander fehlte beim 2:3 (1:1) gegen Dynamo Dresden aber nicht viel zu einer Sensation, das „Heimspiel“ in Zwickau wurde trotz der Niederlage zur Werbung in eigener Sache.

Vor 6300 Zuschauern – darunter 4000 Dresdener Anhänger – gelang es den Koblenzern erstaunlich gut, sich mit der ungewohnten Atmosphäre zu arrangieren. Der ungewollte Umzug wegen der Bauarbeiten im Stadion Oberwerth war spätestens nach dem frühen 1:0 durch Dejan Bozic kein Thema mehr (6.). Der Außenseiter schaffte es aber nicht, den Vorsprung lange zu konservieren. Bereits fünf Minuten später glich Erich Berko zum 1:1 aus. Ein Zwei-Klassen-Unterschied war während der 90 Minuten nicht ausmachen. Dynamo hatte erwartungsgemäß mehr Ballbesitz, die gut gestaffelten Koblenzer ließen indes kaum Chancen zu. Im Gegenteil: Kurz vor der Pause verpasste Bozic bei einem Pfostenschuss denkbar knapp das 2:1 (42.).

Die Dresdner benötigten eine Standardsituation, um der Partie in der zweiten Halbzeit eine erste Wende zu geben. In der 49. Minute setzte Linksfuß Philip Heise einen Freistoß unhaltbar zum 1:2 ins Netz. Die Koblenzer stemmten sich nun mit Macht gegen die Niederlage – und wurden belohnt: Dimitrios Popovits schloss eine sehenswerte Einzelleistung zum 2:2 ab (80.).

Der Ausgleich sollte der Auftakt zu einer turbulenten Schlussphase werden. Aias Aosman brachte Dresden in der 84. Minute erneut in Führung – im Gegenzug gab's Elfmeter für die TuS. Doch TuS-Mittelfeldakteur Andreas Glockner scheiterte an seinen Nerven und Dresdens Torwart Markus Schubert, der zum Mann des Abends wurde. Letztlich zitterte sich der Zweitligist in die nächste Runde, den Koblenzern blieb vor der 430 Kilometer weiten Heimreise nur der Trost, einen maßgeblichen Anteil zu einem packenden Pokalspiel geliefert zu haben.

RZ Koblenz und Region vom Samstag, 12. August 2017, Seite 23.
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TuS-Thomas
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BeitragThema: Re: DFB-Pokal-Spielberichte: TuS Koblenz - Dynamo Dresden 2:3 (1:1)   Sa 12 Aug 2017 - 3:45

Zitat :
Koblenz bietet Dresden bis zum Schluss Paroli
Fußball TuS verliert die Erstrundenpartie des DFB-Pokals in Zwickau vor 6300 Zuschauern mit 2:3 - Glockner scheitert vom Punkt

Zwickau. Fußball-Regionalligist TuS Koblenz hat dem Zweitligisten SG Dynamo Dresden in seinem „Heimspiel“ der ersten Runde des Wettbewerbs um den DFB-Pokal in Zwickau bis zum Schlusspfiff Paroli geboten und nur denkbar knapp mit 2:3 (1:1) verloren. „Das war ein Topspiel, eine würdige Eröffnung des Wettbewerbs in dieser Saison. Wer weiß, wie es gelaufen wäre, wenn unser Elfmeter kurz vor Schluss dringewesen wäre“, sagte TuS-Vizepräsident Hannes van Heesch unmittelbar nach dem Schlusspfiff der spannenden Begegnung vor 6300 Zuschauern.

Der Koblenzer Trainer Petrik Sander hatte seine Startformation gegenüber dem jüngsten Spiel in der Regionalliga gegen den SC Freiburg II (1:2) auf einer Position geändert. Daniel von der Bracke, der in der Liga wegen seiner Roten Karte im Auftaktspiel beim Aufsteiger SV Röchling Völklingen (2:3) zuletzt eine Zwei-Spiele-Sperre absitzen musste, rückte an Stelle von Dino Bajric auf die zweite Sechserposition neben dem TuS-Pokalheld vergangener Tage, Michael Stahl. Dresdens Trainer Uwe Neuhaus tauschte seinen Torwart und schickte, anders als zuletzt beim Zweitliga-Punktspiel beim FC St. Pauli (2:2), Markus Schubert an Stelle von Marvin Schwäbe zwischen die Pfosten. Im Feld gab es bei Dynamo weitere vier Änderungen in der Startformation im Vergleich zum Spiel am Millerntor.

Über das Zustandekommen dieses in der Pokalgeschichte des Deutschen Fußball-Bundes bislang einmaligen Spiels ist im Vorfeld genug gesprochen und geschrieben worden. Deshalb rein ins Geschehen: Die Fans des Favoriten aus Dresden sorgten gleich für eine lautstarke und stimmungsvolle Atmosphäre. Aber auch der Koblenzer Anhang, etwa 400 Köpfe stark, war im Stadion des Drittligisten FSV Zwickau nicht zu überhören.

Erst recht nicht, als die sechste Minute lief. Über links hatten sich die Schängel erstmals an den Strafraum von Dynamo herangearbeitet. Einwurf von Andreas Glockner von der linken Seite. Solche Situationen führen für die TuS nicht selten zu Großchancen: Und wenige Sekunden später lag der Ball wirklich im Dresdener Kasten. Zunächst wurde der Koblenzer Kapitän André Marx noch abgeblockt, doch der in der vergangenen Saison oft als „Chancentod“ kritisierte Dejan Bozic setzte nach und schoss Sanders Team mit 1:0 in Führung. „Ich bin sicher, dass wir mindestens ein Tor schießen werden“, hatte TuS-Coach Sander vor dem Spiel gesagt. Und da war es schon. Die Sachsen waren nur kurz geschockt, nahmen das Heft danach in die Hand. 70 Prozent Ballbesitz dürften es gewesen sein, doch gegen die gut organisierte TuS-Defensive gab es für Dresden nicht Chancen im Minutentakt. Selbst nach dem wunderbar herausgespielten 1:1 über die rechte Seite knickten die Koblenzer nicht ein und spielten weiter munter mit. Auf rechts hatte sich Sascha Horvath freigespielt. Der narrte Marco Müller und passte nach innen, wo Erich Berko aus kurzer Entfernung kein Problem hatte, den Ball zum 1:1 über die Linie zu schieben (11.). Sanders Team verteidigte in der Folge weiterhin konzentriert und erfolgreich, Chancen für Dresden gab es dennoch. Horvath schoss aus 18 Metern drüber (18.), und als Manuel Konrad Horvath in der Mitte steil schickte, schien das 1:2 fällig zu sein. Doch Chris Keilmann eilte rechtzeitig aus seinem Kasten. Auch der Nachschuss von Berko fand nicht den Weg ins Tor (22.). Als Glockner dazwischen auf der anderen Seite volley aufs lange Eck zielte, musste Schubert zur Ecke klären (22.) – ein Nadelstich.

Auch zur Pause hieß es 1:1, nachdem ein von Michael Schüler abgefälschter Schuss von Lucas Röser für Dresden ebenso am Außenpfosten gelandet war (36.) wie auf der Gegenseite Bozics zweite Großchance des Spiels (42.). „Die Koblenzer spielen unheimlich stark und halten sich toll. Das Tor war sensationell“, fasste der Koblenzer Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig die ersten 45 Minuten auf der Haupttribüne treffend zusammen.

Nach der Pause änderte ein flottes Tor die Vorzeichen zugunsten von Dresden schnell. Philip Heise schoss einen Freistoß von der rechten Strafraumkante aus über die TuS-Mauer hinweg zum 1:2 ins Netz (49.). Fortan dominierte Dynamo, doch Koblenz wehrte sich nach besten Kräften und mehr als ansprechend. Nach 65 Minuten kam der Regen, wenig später bei der TuS Dino Bajric für Stahl ins Spiel. Auch weiterhin konnte sich Dynamo des Sieges nicht sicher sein. Sander brachte Stürmer Erik Wekesser für Defensivmann von der Bracke (74.), Keilmann parierte glänzend einen verdeckten Flachschuss von Patrick Möschl (76.), und die TuS orientierte sich noch mal nach vorn. Riskieren wollte Dresden jetzt nicht mehr als nötig, zog sich weiter zurück, um über Konter das entscheidende dritte Tor zu erzielen. Das passte Koblenz in Person von Dimitrios Popovits überhaupt nicht. Der wieselflinke und extrem lauffreudige Grieche spielte sich in den Strafraum und traf mit einem trockenen Schuss halbhoch ins kurze Eck zum 2:2 (80.).

Koblenz war kurz berauscht und kassierte durch Aias Aosman prompt das 2:3 – längst war es ein packender Pokalkampf. Als Florian Ballas Bozic im Strafraum zu Fall brachte, gab es auch noch Elfmeter für die Schängel. Doch Glockner scheiterte an Schubert (85.). Acht Minuten später ging der Schlusspfiff im erleichterten Jubel der Dynamo-Fans unter.

TuS Koblenz - SG Dynamo Dresden 2:3 (1:1)

TuS Koblenz: Keilmann – Antonaci , Marx, Schüler, Marco Müller – von der Bracke (74. Wekesser), Stahl (68. Bajric) – Lahn, Glockner, Popovits – Bozic.

SG Dynamo Dresden: Schubert – Fabian Müller, Gonther, Ballas, Heise – Konrad – Möschl, Horvath (89. Hartmann), Aosman (90.+1 Benatelli), Berko – Röser (87. Markkanen).

Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart).

Zuschauer in Zwickau: 6300.

Tore: 1:0 Dejan Bozic (6.), 1:1 Erich Berko (11.), 1:2 Philip Heise (49.), 2:2 Dimitrios Popovits (80.), 2:3 Aias Aosman (84.).

Besonderes Vorkommnis: Glockner (Koblenz) scheitert mit einem Foulelfmeter an Dresdens Torwart Schubert (85.).
Nächste Aufgabe für TuS Koblenz: Regionalliga-Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 II (Fr., 19 Uhr, in Mülheim-Kärlich, Schulzentrum).

RZ Koblenz und Region vom Samstag, 12. August 2017, Seite 25.
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BeitragThema: Re: DFB-Pokal-Spielberichte: TuS Koblenz - Dynamo Dresden 2:3 (1:1)   Sa 12 Aug 2017 - 3:48

Zitat :
DFB-Pokal: Raus mit Applaus
Packender Pokalfight gegen Dynamo Dresden endet mit einer 2:3-Niederlage

Die Überraschung ist ausgeblieben: Die TuS Koblenz ist in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals an Dynamo Dresden gescheitert. Ein Zwei-Klassen-Unterschied zwischen dem Regionalligisten und den Sachsen war vor 6300 Zuschauern in Zwickau über weite Strecken der Partie nicht zu erkennen. Am Ende musste sich die Mannschaft von Cheftrainer Petrik Sander dem Favoriten knapp mit 2:3 (1:1) geschlagen geben.

Die Schängel erwischten einen Traumstart und gingen mit der ersten Torchance in Führung. Nach einer von den Dresdnern nur halbherzig geklärten Ecke brachte Dimitrios Popovits den Ball in den gegnerischen Sechzehner. Über Dejan Bozic und André Marx kam die Kugel zurück zu Bozic, der eiskalt zur Koblenzer Führung abschloss (6.). Die Freude über das 1:0 währte auf Koblenzer Seite aber nur kurz. Dynamos Sascha Horvath mit einer flachen Hereingabe von der rechten Seite, am langen Pfosten entwischte Erich Berko seinem Gegenspieler und netzte aus kurzer Distanz zum schnellen Ausgleich ein (12.). Beide Seiten sorgten im weiteren Verlauf für einen unterhaltsamen Pokalfight mit etlichen Torchancen. Für die TuS vergab Andreas Glockner in der 21. Minute die erneute Führung, seinen Distanzschuss von der linken Seite konnte Dresden-Schlussmann Markus Schubert mit den Fingerspitzen noch zur Ecke klären. Auf der Gegenseite konnte sich auch der Koblenzer Keeper Chris Keilmann auszeichnen. Im Eins-gegen-Eins blieb der Torwart gegen Horvath Sieger und bewahrte damit seine Farben vor einem Rückstand (23.). Eine Viertelstunde später zog der Dresdner Lucas Röser aus rund 18 Metern gefährlich ab, ein Koblenzer Abwehrbein konnte die Kugel noch zur Ecke abfälschen (37.). Die Schängel lieferten gegen den Favoriten in den ersten 45 Minuten eine starke Vorstellung ab. Hinten stand die Sander-Elf diszipliniert und vorne setzten die Blau-Schwarzen immer wieder Nadelstiche. So wie auch eine Minute vor dem Pausenpfiff, als Bozic nach schöner Einzelleistung am Pfosten scheiterte.

Vier Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, da sorgte Philip Heise für die Dresdner Führung. Der Dynamo-Spieler zirkelte einen Freistoß vom rechten Strafraumeck in den Winkel. Unbeeindruckt vom Gegentreffer starteten die Schängel in der 55. Spielminute einen Angriff. Nach einem Flankenball von Kevin Lahn konnte Torhüter Schubert die Kugel vor dem lauernden Bozic rausfausten, der anschließende Nachschuss von Popovits landete dann genau in die Arme des Keepers. In der Folge gewann Dynamo Dresden zunehmend die Oberhand. Aias Aosman hatte nach einem Konter alleinstehend vor Keilmann die Vorentscheidung auf dem Fuß, offenbarte aber Probleme bei der Ballannahme (64.). Acht Minuten später verpasste Röser am kurzen Pfosten nach einer Freistoß-Hereingabe von Heise nur knapp das 3:1. Die Dresdner inzwischen mit einem Chancenplus. Patrick Möschl visierte das lange Eck an, doch der aufmerksame Keilmann war auf dem Posten und konnte parieren (77.). Keine 60 Sekunden darauf sorgte ein Drehschuss von Berko aus knapp 16 Metern für Torgefahr, die Kugel ging links am Kasten vorbei. Dynamo verpasste es, den Sack zuzumachen und so kam die TuS neun Minuten vor dem Ende zum Ausgleich. Popovits nahm auf der rechten Seite Fahrt auf, zog in den Strafraum und brachte das Leder mit links in die Maschen unter. Danach überschlugen sich die Ereignisse. Dresden fand die schnelle Antwort und ging durch Aosman, der den Ball unter die Latte nagelte, wieder in Führung (84.). Doch die tapferen Schängel gaben sich noch nicht geschlagen. Florian Ballas foulte im gegnerischen Strafraum Bozic – Elfmeter für die TuS. Glockner trat an, scheiterte aber am klasse reagierenden Torwart Schubert (87.). Das Sander-Team probierte noch einmal alles, doch die aufopferungsvoll kämpfenden Koblenzer sollten letztendlich nicht belohnt werden.

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BeitragThema: Re: DFB-Pokal-Spielberichte: TuS Koblenz - Dynamo Dresden 2:3 (1:1)   Mo 14 Aug 2017 - 2:41

Zitat :
TuS Koblenz verdient sich Respekt an einem denkwürdigen Pokalabend

Respekt war das Zauberwort beim Pokalabenteuer der TuS Koblenz gegen Dynamo Dresden in Zwickau in der ersten DFB-Pokalrunde. Respekt verdiente sich der Regionalligist trotz der unglücklichen 2:3 (1:1)-Niederlage gegen den Zweitligisten, gegenseitiger Respekt kennzeichnete auch das Verhalten der beiden Fangruppen – 4000 Dresdner, 400 Koblenzer –, die sich vor allem in der Respektlosigkeit gegenüber dem gemeinsamen „Gegner“ einig waren: „Fußballmafia DFB“ schallte es immer wieder im Wechselgesang durch das schmucke Zwickauer Stadion.

Der Verband hatte seine Fürsorgepflicht gegenüber den Amateuren vom Rhein-Mosel-Eck bekanntlich so ausgelegt, dass er ihnen eine 430 Kilometer lange Anreise zum Heimspiel der ersten DFB-Pokalhauptrunde zumutete, statt die Partie auf einen Termin zu verlegen, an dem sie im näheren Umkreis oder gar im dann fertiggestellten Oberwerth-Stadion hätte stattfinden können. „Ich hätte dieses Spiel schon gern im Oberwerth-Stadion gesehen“, merkte TuS-Trainer Petrik Sander an. Angesichts des engen Verlaufs wäre in einem echten Heimspiel vielleicht noch mehr dringewesen für die TuS, die couragiert, leidenschaftlich und konditionsstark auftrat und den favorisierten Zweitligisten an den Rand einer Pokal-„Blamage“ drängte.

Die Schlüsselszene war natürlich der Elfmeter-Fehlschuss von Routinier Andreas Glockner nach dem ungeschickten Schubser des Dresdner Abwehrspielers Florian Ballas gegen Dejan Bozic fünf Minuten vor dem Ende. „Es tut mir unglaublich leid, dass ich verschossen habe “, bekannte Glockner, „ich hatte zwei Gedanken im Kopf, der erste wäre der richtige gewesen. Ich habe mich umentschieden und damit falsch gelegen. Aber so ist der Fußball.“ Links unten hatte er den Ball hingeschossen, der 19-jährige Dynamo-Torwart Markus Schubert war genau dorthin abgetaucht und wehrte ab.

Der erleichterte Jubel der Dresdner Spieler und Fans nach dem Schlusspfiff zeigte, wie sehr der Favorit gezittert hatte. Schon der frühe Führungstreffer der TuS nach Glockners weitem Einwurf („Den hätte es eigentlich für uns geben müssen“, moserte Dynamo-Trainer Uwe Neuhaus hinterher), dem konsequenten Nachsetzen von André Marx gegen Ballas und dem coolen Abschluss von Bozic zeigte den „Gästen“, dass ihnen alles andere als ein Spaziergang bevorstand.

Trotz des prompten Ausgleichs fünf Minuten später blieb die TuS gleichwertig und hatte ebenso wie der Gegner noch zwei weitere Großchancen durch Glockners Distanzschuss, den Gästekeeper Markus Schubert gerade noch zur Ecke lenkte (20.), und durch Bozics Schuss an den Außenpfosten (42.). Auf der anderen Seite rettete TuS-Torwart Chris Keilmann im Eins-gegen-Eins gegen Horvath (22.), und der abgefälschte Schuss von Lucas Röser landete ebenfalls am Pfosten (36.).

„Wenn's zur Halbzeit 3:2 für uns steht, kann sich keiner beschweren“, merkte Sander fröhlich an – und ärgerte sich kurz nach Wiederbeginn über ein „dusseliges Foul“ seines lauffreudigen Stürmers Dimitrios Popovits am eigenen Strafraum. Den Freistoß versenkte Dresdens Spezialist Philip Heise zum 2:1. Nun erwarteten die meisten Betrachter eine schnelle Entscheidung zugunsten der Profis.

Doch trotz mehr als 70 Prozent Ballbesitz, wie die Statistiker ermittelten, liefen die Dresdner dem dritten Tor vergeblich hinterher, die TuS verteidigte geschickt, schloss die Lücken in der Verteidigung schnell und konsequent und störte den Spielaufbau des Gegners durch frühes und unermüdliches Anlaufen.

Die eine oder andere Chance hatte Dresden trotzdem, Aias Aosman verstolperte nach der Vorarbeit des überragenden Sascha Horvath (63.), Röser verfehlte am kurzen Pfosten nur knapp (71.), doch dann war plötzlich die TuS wieder da, setzte sich in der gegnerischen Hälfte fest. Popovits machte mit einem frechen Solo, einem Haken um Ballas herum und dem mutigen Abschluss zum 2:2 seinen Fehler wett – und leitete eine dramatische Schlussphase ein, die diesem Pokalspiel die wenigsten noch zugetraut hatten.

„Wir sind zurückgekommen, das rechne ich der Mannschaft hoch an“, lobte Sander, „nach dem 2:2 wollten wir in der regulären Spielzeit gewinnen, um die Verlängerung zu vermeiden.“ Stattdessen traf Aosman ungehindert vom Strafraum zum 3:2 für Dresden (84.), und im direkten Gegenzug bot sich Glockner die Elfmeterchance. „Für viele unserer jungen Spieler war dies das erste große Spiel. Sie hätten es verdient gehabt, so etwas ein zweites Mal zu erleben“, ärgerte sich Fehlschütze Glockner.

Die Kollegen waren bemüht, ihrem Standardspezialisten bei aller Enttäuschung keinen Vorwurf zu machen. „Das Glück war nicht auf unserer Seite, bei Glockners Schuss, den der Torwart abgewehrt hat, bei meinem Pfostenschuss und beim Elfer“ bilanzierte Bozic, und Michael Stahl stellte fest: „Wir können stolz sein, wir haben die Tradition guter Pokalspiele der TuS Koblenz fortgesetzt.“ Für die TuS-Fans – deren Anreise bekanntlich von den Dresdner Kollegen mit mehr als 4000 Euro bezuschusst wurde, Respekt auch dafür – hatte sich die strapaziöse Tour nach Westsachsen gelohnt – trotz der Niederlage.

Sander gab seinen Spielern das Wochenende frei: „Das haben sich die Jungs verdient, einige gehen schon ziemlich auf dem Zahnfleisch.“ Ansonsten wollte sich der Coach nicht allzu lange mit dem Erlebten aufhalten. sondern schaute nach vorn: „Mir stellt sich jetzt die Frage: Nehmen wir die positiven Aspekte mit in die Liga oder werden wir das Negativerlebnis mit uns herumschleppen?“ Dass sein Team in der Zwickau-Form in der Regionalliga nicht zu den Abstiegskandidaten zählen kann, ist das eine. Ob die Schängel diese Leistung auch im Punktspiel-Alltag abrufen können, wird sich zeigen. „Ich bin mächtig stolz auf die Jungs“, beschloss Sander sein Fazit eines denkwürdigen Pokalabends, „trotzdem haben wir 2:3 verloren.“

Quelle: http://www.rhein-zeitung.de/sport/rz-regionalsport/regionalsport-fussball-maenner-alle-meldungen/regionalsport-fussball-regionalliga/tus-koblenz_artikel,-tus-koblenz-verdient-sich-respekt-an-einem-denkwuerdigen-pokalabend-_arid,1688804.html
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