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 Spielberichte: TuS Koblenz - 1. FC Saarbrücken 1:1 (0:1)

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TuS-Thomas
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BeitragThema: Spielberichte: TuS Koblenz - 1. FC Saarbrücken 1:1 (0:1)   Fr 29 Sep 2017 - 9:38

Zitat :
Lorenzoni sorgt per Freistoß für das fünfte Remis
Fußball-Regionalliga TuS Koblenz holt 1:1 gegen den 1. FC Saarbrücken - Keilmann hält Strafstoß

Koblenz. Die TuS Koblenz handelte sich nach der Rückkehr an die alte Wirkungsstätte zwar im zweiten Spiel den ersten Gegentreffer ein, bot dem favorisierten 1. FC Saarbrücken aber erfolgreich die Stirn: In der vorgezogenen Begegnung des elften Spieltags der Fußball-Regionalliga Südwest kamen die Schängel im Stadion Oberwerth zu einem ansprechenden 1:1 (0:1) gegen den 1. FC Saarbrücken, der damit die Chance verpasste, die Kickers aus Offenbach von der Tabellenspitze zu verdrängen. Die TuS ergatterte immerhin das fünfte Unentschieden, kam dabei aber einmal mehr zu der bitteren Erkenntnis, das „nah dran“ zwar viele Schulterklopfer, aber nicht die erhofften und auch dringend benötigten drei Punkte bringt.

Drei Spieler bereiteten TuS-Trainer Petrik Sander etwas Kopfzerbrechen nach Spiel beim SV Waldhof Mannheim (1:2). Zumindest für zwei sollte es gegen Saarbrücken reichen: Bei Ricardo Antonaci hatte sich der Verdacht auf Zehenbruch nicht bestätigt, Kevin Lahn stand ebenfalls in der Startformation. Es fehlte jedoch der weiterhin angeschlagene Routinier und Standardspezialist Andreas Glockner, für ihn rückte Dino Bajric ins Zentrum der Dreier-Mittelfeldreihe.

Und der Spieler mit der Nummer sechs auf dem Rücken war es auch, der im ersten Abschnitt die absolut beste Torchance für seine blau-schwarzen Farben vergab. Linksverteidiger Marco Müller ging auf seiner Seite unwiderstehlich nach vorn fast bis zur gegenüberliegenden Grundlinie und bediente von dort aus den mitgelaufenen Bajric in der Mitte, doch der setzte den Ball unbedrängt aus sieben, acht Meter Entfernung am rechten Pfosten des anvisierten Ziels vorbei (14.).

Es war zugleich der Weckruf für bis dahin abwartend agierende Saarbrücker. Der ganz in Gelb gekleidete Favorit nahm fortan das Heft immer mehr in die Hand und kam nach 25 Minuten durch die Nummer 25 zur Führung. Tobias Jänicke spazierte über die rechte Seite fast ungehindert in den Koblenzer Strafraum und ließ dem herausstürzenden TuS-Keeper Chris Keilmann aus leicht spitzem Winkel keine Abwehrmöglichkeit. Bis zum Ende des ersten Abschnitts hatten die Koblenzer im Prinzip nur noch eine Gelegenheit zum Ausgleich: Nach einer Hereingabe versuchte FCS-Defensivmann Alexandre Mendy zu klären, sein Querschläger strich knapp über die Latte des eigenen Tores (34.).

Fast hätten sich die Platzherren noch vor dem Pausenpfiff einen zweiten Treffer eingehandelt. Bei einem etwas zu lang geratenen Pass in die Schnittstelle der Koblenzer Abwehr eilte Keeper Chris Keilmann aus seinem Gehäuse heraus und prallte mit dem entgegenkommenden Patrick Schmidt zusammen. Ein Foulelfmeter war das sicher nicht, doch Schiedsrichter Jonas Weickenmeier sah das vollkommen anders. Es folgte jedoch postwendend die ausgleichende Gerechtigkeit, um es mal so zu formulieren: Keilmann tauchte beim von Manuel Zeitz flach getretenen Strafstoß ins von ihm aus gesehene linke Eck und drehte den Ball um den Pfosten (42.). Damit hielt sich der Rückstand der TuS zur Pause in überschaubaren Grenzen.

Und in den zweiten Abschnitt startete der Gastgeber wie in den ersten: hinten gut sortiert, vorne mit einer Einschusschance. Der Freistoß von Kapitän André Marx prallte von der Mauer ab, Sekunden später flog der Ball zurück in den Saarbrücker Strafraum. Dort stand der mittlerweile vorgerückte Marx goldrichtig allein vor FCS-Schlussmann Daniel Batz, traf aber zum Leidwesen des Koblenzer Anhangs den Ball nicht richtig (58.). Zehn Minuten danach hätte Saarbrücken alles klar machen können, doch Kevin Behrens drosch den Ball nach Kopfball-Ablage von Sturmpartner Patrick Schmidt in den Koblenzer Abendhimmel.

Nach 74 Minuten erinnerten sich die Koblenzer Fans an das jüngste Heimspiel beim 1:0 gegen Stadtallendorf: Marco Koch wurde eingewechselt, der erzielte seinerzeit den Goldenen Treffer im Duell mit dem starken Klassenneuling. Sollte ihm auch diesmal ein Erfolgserlebnis vergönnt sein? Nein, um die Frage direkt erschöpfend zu beantworten. Ersatzweise sprang ein Teamkollege in die Bresche: Ein eigentlich gar nicht so gefährlicher Freistoß von Nicolai Lorenzoni aus halbrechter Position segelte ins Tor, weil Marx den hinter ihm postierten Saarbrücker Schlussmann im Gewühl ordentlich irritierte (81.). Der Tabellenzweite antwortete mit wütenden Attacken, doch die TuS ließ in den verbleibenden Minuten hinten bis auf eine Jänicke-Chance in der Nachspielzeit nichts mehr anbrennen.

Schon am nächsten Dienstag geht es für die Koblenzer weiter, am Tag der Deutschen Einheit müssen sie um 14 Uhr beim VfB Stuttgart II antreten. Fünf Tage später steht ebenfalls um 14 Uhr das Heimspiel gegen die Kickers aus Offenbach auf dem Programm.

RZ Koblenz und Region vom Freitag, 29. September 2017, Seite 13.
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TuS-Thomas
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BeitragThema: Re: Spielberichte: TuS Koblenz - 1. FC Saarbrücken 1:1 (0:1)   Fr 29 Sep 2017 - 9:39

Zitat :
Verdienter Punktgewinn: TuS trotzt dem Tabellenzweiten ein Remis ab
1:1 gegen den 1. FC Saarbrücken

Die TuS Koblenz hat einem Top-Favoriten der Regionalliga Südwest ein Bein gestellt. Vom 1. FC Saarbrücken trennte sich die Mannschaft von Cheftrainer Petrik Sander mit einem verdienten 1:1 (0:1)-Unentschieden.

Die Partie vor 1758 Zuschauern im Stadion Oberwerth begann munter, beide Teams kamen früh im Spiel zu den ersten Torraumszenen. Eine Hereingabe von Kevin Lahn konnte ein Gästespieler in höchster Not vor dem hinter ihm lauernden Dejan Bozic abfangen (1.), auf Saarbrücker Seite sorgten kurz darauf Kevin Behrens (3.) und Martin Dausch (4.) für die ersten gefährlichen Abschlüsse. Das Tempo blieb hoch, die Intensität ebenso. In der 15. Spielminute hatten die TuS-Fans den Torschrei bereits auf den Lippen. Nach einem tollen Spielzug über Nicolai Lorenzoni und Marco Müller kam Dino Bajric aus zentraler Position zum Schuss, schob die Kugel jedoch rechts am Kasten vorbei. Auch in der Folge schenkten sich beide Seiten nichts, das Spiel war hart umkämpft. Eine Einzelleistung von Tobias Jänicke bescherte den Gästen nach einer guten halben Stunde die Führung. Der Saarbrücker setzte am rechten Strafraumeck zum Solo an, marschierte durch die TuS-Defensive und versenkte den Ball ins lange Eck (33.). Wenig später wurde es auf der Gegenseite gefährlich, eine Flanke von TuS-Kapitän André Marx sprang dem Saarbrücker Alexandre Mendy unglücklich an den Oberschenkel. Von dort flog die Kugel gefährlich in Richtung FCS-Tor (36.). Glück hatten die Schängel in der 40. Minute, als Patrick Schmidt im Zentrum eine Hereingabe von Mario Müller um eine Fußspitze verpasste. Kurz vor dem Pausenpfiff dann ein fragwürdiger Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Jonas Weickenmeier nach einem vermeintlichen Foulspiel von TuS-Torwart Chris Keilmann an Schmidt. Gästekapitän Manuel Zeitz trat an, scheiterte aber am glänzend reagierenden Keilmann, der seine Mannschaft damit im Spiel hielt (42.).

13 Minuten nach Wiederanpfiff war die TuS dem Ausgleich ganz nah. Der aufgerückte Marx kam im gegnerischen Fünfmeterraum an den Ball. Artistisch versuchte der Koblenzer Kapitän die Kugel aus kurzer Distanz an FC-Schlussmann Daniel Batz vorbeizubekommen, doch der Keeper konnte das Leder noch gedankenschnell zur Ecke abwehren. Die TuS hielt das Spiel offen und den Gegner in Schach. Erst in der 69. Minute sollten die Gäste zu ihrer ersten Chance im zweiten Durchgang kommen. Nach einer Kopfballablage von Schmidt verzog Behrens aus vielversprechender Position deutlich. Die TuS präsentierte sich gegen das Spitzenteam aus Saarbrücken als ebenbürtiger Gegner und wurde in der 81. Minute für ihr Engagement mit dem Ausgleich belohnt. Ein Freistoß von Nicolai Lorenzoni segelte an Freund und Feind vorbei in die Maschen. Nach dem Gegentor erhöhte der FCS das Tempo, doch die TuS wehrte sich tapfer. In der Nachspielzeit war dann der sichere Keilmann gleich zweimal gegen Behrens zur Stelle, und so durften sich die Koblenzer am Ende über einen verdienten Punktgewinn freuen.

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TuS-Thomas
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BeitragThema: Re: Spielberichte: TuS Koblenz - 1. FC Saarbrücken 1:1 (0:1)   Fr 29 Sep 2017 - 9:48

Zitat :
Pressekonferenz nach dem Spiel:

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BeitragThema: Re: Spielberichte: TuS Koblenz - 1. FC Saarbrücken 1:1 (0:1)   Sa 30 Sep 2017 - 2:40

Zitat :
Glockner wird der TuS nächste Woche fehlen
Fußball-Regionalliga Personelle Schieflage nach dem Koblenzer 1:1 gegen den 1. FC Saarbrücken

Koblenz. 100 Prozent, gerne auch mal deutlich mehr, verlangen Fußballtrainer in schöner Regelmäßigkeit von ihren Spielern beim Einsatz auf dem Platz – egal, ob Profis oder lupenreine Amateure. Dass das im aktuellen Fall der TuS Koblenz teilweise nicht oder bestenfalls nur ansatzweise möglich war, verdeutlichte Petrik Sander nach dem 1:1 (0:0) seiner Mannschaft im Spiel der Regionalliga Südwest gegen den 1. FC Saarbrücken. Auf fünf Akteure des nur 21 Mann umfassenden Kaders musste der sportlich Verantwortliche der Schängel von vornherein im Duell mit dem Tabellenzweiten verzichten, drei gingen lediglich mit einem Bruchteil der verfügbaren Kräfte ans Werk.
Der angeschlagene Flügelmann Kevin Lahn wandelte lange am Limit, wurde dann nach 81 Minuten per Auswechslung erlöst und humpelte nach dem Abpfiff mit dick bandagiertem Oberschenkel über die flammneue Tartanbahn, die den Rasen des renovierten Oberwerth-Stadions umsäumt. Sander: „Er hat auf die Zähne gebissen, unter normalen Umständen hätte ich ihn gar nicht spielen lassen dürfen.“ Die Beeinträchtigung von Rechtsverteidiger Ricardo Antonaci, drei Tage zuvor nach der Partie in Mannheim mit Verdacht auf Zehenbruch eher auf der Verlustliste zu erwarten, war äußerlich nicht sichtbar. Sein Trainer beschrieb dessen Handicap wie folgt: „Man muss sich nur den Fuß angucken, damit war Fußballspielen eigentlich gar nicht möglich.“

Seiner Profession überhaupt nicht nachgehen konnte Andreas Glockner. Im Rheinlandpokalspiel vor etwas mehr als einer Woche bei der SG Müden ging für ihn nichts, in Mannheim bekam er eine Spritze gegen die Schmerzen in der Hüfte. „Das hätte ich mal lieber sein lassen sollen“, sagte er direkt nach der Partie gegen Saarbrücken. Was zunächst als Entzündung des Schambeins vermutet wurde, entpuppte sich als Riss einer Gelenklippe, wie die Untersuchung am gestrigen Freitag ergab. Glockner: „Glück im Unglück, das muss nicht operiert werden, sondern wird wohl mit Spritzen therapiert. Ganz ausgereift ist dieser Plan aber noch nicht.“ Zumindest eine Woche wird der Standardspezialist vermutlich ausfallen.

Für ihn rückte Dino Bajric ins zentrale Mittelfeld, er musste am Montag in Mannheim noch wegen einer Magen- und Darmgeschichte zwangspausieren. Deshalb stieß auch er mit seiner Leistungsfähigkeit an Grenzen. Sander: „Dino war zwei Tage vorher noch mehr auf der Toilette als auf dem Trainingsplatz.“ Ob das vielleicht der Grund dafür war, warum er nach 14 Minuten und mustergültiger Vorarbeit von Marco Müller freistehend mit seinem schwächeren rechten Fuß das Ziel verfehlte? Sander stöhnte in Erinnerung an diese Szene, sagte dann aber mit einer Portion gesundem Galgenhumor: „Da hätten wir 1:0 führen müssen, den hätte sogar der Dirk mit rechts reingemacht.“ Zur Erläuterung: Der Saarbrücker Coach Dirk Lottner, früher unter anderem Profi beim 1. FC Köln, pflegte normalerweise mit links und per ruhendem Ball seine Tore in der Bundesliga zu erzielen.

Als Tobias Jänicke diese Nachlässigkeit nach einem Slalomlauf mit der Führung der Gäste bestrafte (32.), war das Feld für Saarbrücken scheinbar bereitet. Spätestens wohl dann, als Schiedsrichter Jonas Weickenmeier neun Minuten danach auf den Elfmeterpunkt im Koblenzer Strafraum zeigte. Eine kaum nachvollziehbare Entscheidung, schließlich eilte TuS-Keeper Chris Keilmann gesittet dem Ball entgegen und prallte eher unglücklich mit dem heranstürmenden FCS-Topscorer Patrick Schmidt zusammen. Keilmann selbst sorgte jedoch für ausgleichende Gerechtigkeit, als er den von Manuel Zeitz flach getretenen Strafstoß mit den Fingern um den Pfosten drehte (42.).

Die Entstehung des Elfmeters brachte den ansonsten eher besonnenen Koblenzer Torwarttrainer Peter Auer aus der Fassung, kurz nach der Halbzeitpause wurde er aus dem Innenraum verwiesen. Warum erst so spät? Der 46-Jährige klärt auf: „Ich habe dem Schiedsrichter in der Halbzeitpause meine Meinung gesagt, dass das nie und nimmer ein Elfmeter war. Da war er dann der Ansicht, dass ich nichts mehr auf der Bank zu suchen habe. So etwas ist mir in meinen 22 Jahren bei der TuS noch nicht passiert.“ Auer setzte sich zu Beginn des zweiten Abschnitts zwar noch mal auf besagte Bank, doch dieser Aufenthalt war nur von begrenzter Dauer, weil der Linienrichter seinen „Chef“ darauf aufmerksam machte.

Temporären Charakter hatte letztlich auch die Führung des FCS. Im Gegensatz zur vorangegangenen Begegnung im Mannheimer Carl-Benz-Stadion ließen sich die Koblenzer mehr Zeit mit ihrem einzigen Tor. In der 81. Minute war es schließlich soweit: Nicolai Lorenzoni zirkelte einen Freistoß aus halbrechter Position in den Strafraum, er segelte im Getümmel auch vorbei am Saarbrücker Schlussmann Daniel Batz, dem die Sicht durch den vor ihm postierten Marx verdeckt war (81.). „Ich habe den Ball noch mit den Haarspitzen berührt“, sagte die Nummer 16. „Zählt aber nicht, da ist ja kein Blut drin“, entgegnete sein Trainer augenzwinkernd. Den Gästen blieb nicht viel Zeit, um darauf zu reagieren, Koblenz brachte den Spielstand mit Glück und Geschick über die Runden.

Spielführer Marx fasste zusammen: „In Mannheim waren wir schon gut, gegen Saarbrücken noch besser, obwohl das einen Tick schwieriger war. Schade, dass wir uns nur mit einem Punkt belohnen konnten. Diese Leistungen machen aber Mut für die nächsten Spiele.“ Nach der nun anstehenden Partie in der englischen Woche beim VfB Stuttgart II (Dienstag, 14 Uhr) kommt am dann folgenden Sonntag der nächste Hochkaräter aufs Oberwerth: Tabellenführer Kickers Offenbach.

RZ Koblenz und Region vom Samstag, 30. September 2017, Seite 27.
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